Die sozialen Medien verlagern viele soziale Kontakte in das Internet. Das bleibt nicht ohne Folgen. Etliche Studien haben gezeigt, dass dies bei labilen Persönlichkeiten zu Depressionen und anderen psychischen Störungen führen kann. Bei ChatGPT werden persönliche Kontakte möglicherweise vollständig durch einen KI-generierten Bot ersetzt, der sich schnell zu einem besten Freund entwickeln kann.
Mehr als 20’000 Erwachsene wurden nach ihrer KI-Nutzung im Internet befragt. Jeder Zehnte gab an, KI mindestens einmal am Tag zu konsultieren und zwar am häufigsten für private Zwecke, vor einer beruflichen und schulischen Nutzung. Das Ergebnis lässt aufhorchen. Personen, die häufiger KI befragten, berichteten auch häufiger über depressive Verstimmungen, Ängstlichkeit und Reizbarkeit. Am deutlichsten war der Zusammenhang bei persönlichem KI-Gebrauch sowie bei jungen Menschen mit niedriger Bildung und einem geringen Einkommen.