Mehr als nur abnehmen

Fit und schlank. Amerikanische Forscher zeichnen in einer bemerkenswerten Studie ein positives Bild der Ernährungsmethode Intervallfasten. Neben dem Gewichtsverlust habe sie viele gesundheitliche Vorteile.

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Intervallfasten ist der wichtigste Trend in der Ernährungsmedizin. Man kann zwischen zwei Varianten wählen. Bei der 16:8-Methode verzichtet man 16 Stunden am Stück auf Nahrung. In den acht Stunden, in denen man essen darf, werden zwei Mahlzeiten eingenommen. Bei der 5:2-Methode wird an fünf Tagen normal gegessen und an zwei Tagen fast nichts. Frauen dürfen 500 bis 800, Männer 600 bis 850 Kalorien zu sich nehmen. Schnell verdauliche Kohlenhydrate wie Weizenbrot, Nudeln, Kartoffeln und Zucker sind an den Fastentagen komplett zu meiden.

Der Stoffwechsel bleibt flexibel

In einer im «New England Journal of Medicine» veröffentlichten Studie gingen zwei US-Forscher der Frage nach, ob Intervallfasten effektiver und gesünder sei als andere Diät-Methoden. Laut den Autoren reichten die positiven Effekte des Intervallfastens weit über die des reinen Gewichtsverlustes hinaus. Präklinische und klinische Studien hätten gezeigt, dass Intervallfasten Vorteile hinsichtlich vieler Gesundheitsprobleme hat, etwa Übergewicht, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie neurologische Störungen. Auch die Empfindlichkeit von Krebszellen für eine Chemotherapie soll begünstigt werden. Beim Intervallfasten muss sich der Stoffwechsel dauernd zwischen der zugeführten Nahrung einerseits und dem Fastenstoffwechsel anderseits umstellen. Beim Fasten wird die Energie aus den Fettspeichern gewonnen.

5:2 kaum alltagstauglich

Ernährungs-Epidemiologen kritisieren, dass vor allem die Methode 5:2, also zwei Fastentagen pro Woche, für viele Menschen auf Dauer nicht machbar ist. Intervallfasten könne funktionieren, wenn es in den Lebensrhythmus passe. Bessere Chancen sehen sie in der 16:8-Methode. Sie sei alltagstauglicher und könne auch gut wirken. Die US-Forscher machen in ihrer Studie konkrete Vorschläge, wie man Patienten an das Intervallfasten heranführen könne. Beginnen sollte man mit einem gemässigten Fastentag pro Woche oder einem 10-Stunden-Zeitfenster fürs Essen und sich dann Monat für Monat steigern.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 15.07.2021.

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