Meilenstein bei der Behandlung von Parkinson

Medical science laboratory. Concept of virus and bacteria research Bild: AdobeStock, Urheber: alphaspirit

Die Idee ist bestechend. Spezielle Nervenzellen, die den Botenstoff Dopamin produzieren, werden Parkinson-Patienten direkt in das betroffene Gebiet im Grosshirn transplantiert. Dieser Botenstoff fehlt den Betroffenen, was sich in zunehmenden motorischen Symptomen bemerkbar macht. Erste Versuche wurden bereits in den 80er-Jahren gemacht. Jetzt kommen zwei voneinander unabhängige Studien zu vielversprechenden Ergebnissen. Die Behandlung ist sicher und gut verträglich, und es kommt zu einer deutlichen Verbesserung.

Um nicht vom Immunsystem erkannt zu werden, obwohl sie körperfremde Antigene auf ihrer Oberfläche tragen, wurden die transplantierten Zellen getarnt. Die Forscher führten ihre Experimente mit pluripotenten Stammzellen des Menschen durch. Diese können leicht aus einer Hautprobe gewonnen werden. Die Verwendung von embryonalen Zellen ist heute nicht mehr nötig.

Sollten sich diese Erkenntnisse bestätigen, könnte die Transplantation von Stammzellen künftig eine Alternative zur tiefen Hirnstimulation oder Pumpentherapie werden und den Patienten für viele Jahre einen kontinuierlichen Dopaminspiegel garantieren. Eine Heilung der Parkinsonerkrankung stellen diese Therapien nicht dar, aber sie könnten signifikant zu einer längeren guten Lebensqualität beitragen.