Das Ausmass war in einer Studie mit den Auswirkungen von Adipositas, Hypertonie oder Typ-2-Diabetes vergleichbar. Die Wissenschaftler errechneten einen Verlust von bis zu sieben Lebensjahren. Das gilt auch für Menschen, die nicht rauchen. Etwa ein Viertel aller von COPD Betroffenen in der Studie hat niemals geraucht. Diese Personen verloren in der Studie ebenso viele Lebensjahre wie die Raucherinnen und Raucher, wenn sie sich im selben COPD-Stadium befanden.
Die Forschenden haben auch den Verlust an Lebensjahren für andere häufige Erkrankungen berechnet: Menschen mit Adipositas verloren 0,5 Jahre, solche mit Hypertonie 2,7 Jahre, solche mit Diabetes 4,1 Jahre und aktive Raucher 5,5 Jahre.
Die Zahl der verlorenen Lebensjahre nimmt mit dem Alter zu. So hat ein 65-Jähriger ohne COPD noch eine Lebenserwartung von 21,5 Jahre, bei einer COPD im Stadium 1 sinkt die Restlebenserwartung auf 20,0 Jahre, im Stadium 2 auf 16,4 Jahre, im Stadium 3 auf 13,1 Jahre und im Stadium 4 auf 10,7 Jahre.
Eine COPD lässt sich mit Medikamenten behandeln. Bronchodilatatoren verbessern die Lungenfunktion, und Antibiotika können Episoden einer akuten Bronchitis verkürzen. Doch ob sie das Leben der Patienten verlängern, ist ungewiss. Die einzige nachgewiesene lebensverlängernde Massnahme für COPD ist ein Verzicht auf das Rauchen und im fortgeschrittenen Stadium eine Sauerstoffbehandlung und eine operative Lungenvolumenreduktion, so das Ärzteblatt.