Mountainbike – zwei Drittel mehr Unfälle in zehn Jahren

Mountainbiking ist beliebt. Weil die Zahl der Unfälle stark ansteigt, gibt die BFU Tipps.

Mountainbike Bild AdobeStock Urheber luckybusiness
Bild: AdobeStock, Urheber: luckybusiness

Das Freiheitsgefühl, welches das Mountainbike ausstrahlt, lockt Jahr für Jahr mehr Sportbegeisterte auf Mountainbike-Routen und -Pisten. Die Kehrseite der Medaille: Die Zahl der Verletzten hat stark zugenommen. Innerhalb von zehn Jahren ist die Zahl um 66 Prozent auf 12’350 Verletzte im Jahr 2017 gestiegen, 400 Personen verletzten sich schwer. Pro Jahr verlieren im Durchschnitt zwei Personen ihr Leben bei einem Mountainbike-Unfall.

Christoph Müller, Mountainbike-Experte bei der BFU, nimmt an, dass auch wenig erfahrene Sportlerinnen und Sportler E-Mountainbikes nutzen. «Sie riskieren, sich zu überschätzen und haben ein höheres Unfallrisiko. Es ist unerlässlich, die Wahl der Routen und Pisten den eigenen Fähigkeiten anzupassen.»

Unabhängig davon, ob man auf dem Mountainbike routiniert oder noch unerfahren ist, mit der richtigen Ausrüstung kann man sich vor schweren Verletzungen schützen. Die Mehrheit aller Sportlerinnen und Sportler trägt auf der Piste einen Helm, eine Schutzbrille oder Handschuhe. Nur wenige Mountainbikerinnen und Mountainbiker schützen dagegen ihre Schultern und Ellbogen, obwohl etwa ein Viertel aller Verletzungen diese Körperpartien betrifft.

  • Helm, Sportbrille, Langfingerhandschuhe und Protektoren tragen.
  • Tour wählen, die den eigenen Fähigkeiten entspricht.
  • Konzentriert und defensiv fahren.
  • Im Verkehr für gute Sichtbarkeit sorgen.
  • Mountainbike von einer Fachperson warten lassen.
Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 13.08.2020.

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