Nachlassendes Gedächtnis? Frühe Warnzeichen!

Senior woman solving crossword on sofa at home Bild: AdobeStock, Urheber: New Africa

«Irgendwie ist mein Gedächtnis nicht mehr wie früher.» Viele Menschen kennen diesen Gedanken, verdrängen ihn aber und schieben das ungute Gefühl zunächst auf Stress oder aufs Älterwerden. Doch wenn die Unsicherheit bleibt, sollte man genauer hinschauen. Fachleute sprechen von einer subjektiven kognitiven Störung. Das bedeutet, dass man selbst spürt, dass etwas nicht stimmt, obwohl allfällige Tests unauffällig sind.

Oft vergehen Monate oder Jahre, bis Betroffene ihre Sorgen beim Arzt ansprechen. Diese Zeit kann entscheidend sein. Denn wer wartet, riskiert, dass die Lebensqualität schleichend sinkt. Gewohnte Abläufe fallen schwerer, Gespräche werden mühsam, das Selbstvertrauen geht verloren. Alles Faktoren, die das Risiko, eine Demenz zu entwickeln, erhöhen. Denn unser Gehirn verfügt über eine Art Vorrat an geistiger Leistungsfähigkeit, also ein kognitives Reservoir. Dieses füllt sich im Laufe des Lebens durch Lernen, Arbeit und soziale Kontakte. Doch mit den Jahren wird der Vorrat kleiner. Wer Veränderungen früh beachtet, kann dieses Reservoir besser stabilisieren. So bleibt es länger erhalten, und der Zeitpunkt, an dem Gewohntes zur Herausforderung wird, verschiebt sich.

Darum sollte man seine Sorgen nicht für sich behalten. Die Ärztin oder der Arzt ist die richtige Ansprechperson. Dort lässt sich klären, ob tatsächlich eine Erkrankung vorliegt und welche Schritte sinnvoll sind. Manchmal reicht es, den Lebensstil zu ändern. In anderen Fällen helfen Therapien.

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Drei Tipps für ein ­gesundes Gehirn

Aktiv bleiben

Soziale Aktivitäten fördern die mentale Gesundheit und bauen Stress ab. Zusammen Kochen oder ein Telefonat mit einem Freund können bereits viel bewirken. Und regelmässige Bewegung verbessert die Durchblutung des Gehirns. Schon ein Spaziergang kann etwas bewegen.

Das Gehirn fordern

Gedächtnisspiele und Rätsel trainieren das Gehirn und fördern die Anpassungsfähigkeit. Schon 20 Minuten täglich haben eine spürbare Wirkung.

Ginkgo

Ginkgo biloba ist ein breit eingesetztes pflanzliches Medikament. Es hilft, indem es die Energieversorgung des Gehirns verbessert. Besprechen Sie den Einsatz von Ginkgo biloba immer mit Ihrem Arzt.

Online-Gedächtnis-Check

Weitere Tipps und ein Online-­Gedächtnis-Check finden Sie unter


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