Natürlich besser schlafen

Schlechter Schlaf schadet unserer Gesundheit und unserem Wohlbefinden. Dr. Marisa Hübner, Ärztin für Innere Medizin, Ayurvedamedizin und Ernährung, gibt 5 Tipps, wie Sie auf einfache und natürliche Weise zu gutem Schlaf zurückfinden. 

Gut Schlafen Wollke Bild AdobeStock Urheber Ljupco Smokovski
Bild: AdobeStock, Urheber: Ljupco Smokovski

Schwierigkeiten beim Einschlafen, Durchschlafen oder zu frühem Erwachen? Keine Sorge, Sie sind in guter Gesellschaft, denn jeder vierte Schweizer leidet an Schlafproblemen. Schlechter, zu kurzer, unruhiger Schlaf macht sich meist mit Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und schlechter Laune bemerkbar. Auf Dauer haben Schlafstörungen tiefgreifende Folgen wie Gewichtszunahme, Bluthochdruck, Infektanfälligkeit und Depressionen. Schlaf ist alles andere als vergeudete Zeit und keinesfalls sollte an der wertvollen Nachtruhe gespart werden. Über Nacht hat der Körper Zeit zu regenerieren und elementare Funktionen wie Stoffwechsel und Immunsystem neu auszurichten. Im Gehirn geschehen wichtige Reinigungsprozesse sowie die Verarbeitung von Informationen und Eindrücken des Tages. Die Ursache vieler Schlafstörungen findet sich in unserem bewegten und rastlosen Lebensstil sowie einer fehlenden Schlafhygiene. Ein effektiver Weg zur Verbesserung der Schlafqualität setzt hier an.

5 Tipps für einen natürlich besseren Schlaf

1. Rhythmus

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Er liebt Rhythmen. Einer davon ist der Schlaf-Wach-Rhythmus, der über verschiedene Hormone gesteuert wird. Unsere innere Uhr reguliert die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin. In dem wir immer zur selben Zeit ins Bett gehen und aufstehen, können wir die innere Uhr schärfen und den Schlaf verbessern.  Probieren Sie sich an einen regelmässigen Rhythmus mit 7 bis 8 Schlaf zu gewöhnen und ihn auch am Wochenende beizubehalten.

2. Licht

Tageslicht, insbesondere das blaue Lichtspektrum, verhindern, dass das Schlafhormon ausgeschüttet wird, das uns müde macht und in den Schlaf bringt. Daher sollten künstliche Lichtquellen wie Fernseher, Laptop und Handy schon einige Stunden vor dem Schlafen abgestellt oder in den Nacht-Modus geschaltet werden.

3. Abendessen

Schweres spätes Essen liegt nicht nur schwer im Magen, sondern stört auch den Schlaf. Planen Sie das Nachtessen spätestens 3 Stunden vor dem Zubettgehen und bevorzugen Sie leicht verdauliche Speisen wie warme Gemüsegerichte, Suppen und Eintöpfe.

4. Abschalten

Die Gedanken an den bevorstehenden Arbeitstag oder ungelöste Aufgaben lassen uns abends häufig nicht zur Ruhe finden. Wichtig ist daher, eine Abendroutine zu schaffen, die hilft, den Tag loszulassen. Legen Sie Handy, Tablet und Telefon zur Seite und schalten Sie den Fernseher ab. Geben Sie mindestens eine Stunde vor dem Schlafen Körper und Geist Zeit, sich zu entspannen – mit angenehmer Musik, einem schönen Buch, ruhigen Yoga-Übungen oder einer Meditation.

5. Kräuter

Die Natur hat uns reich bedacht mit Kräutern, die uns helfen, auf geistiger und körperlicher Ebene in die Entspannung zu finden. Dazu gehören Kamille, Lavendel, und Baldrian. Sie können in Form eines Schlaftees eingenommen werden. Angenehm und wirkungsvoll ist Lavendelöl in einer Duftlampe oder einem Diffusor verdampft oder als Säckchen getrockneter Lavendelblüten unter dem Kopfkissen.

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Besser Schlafen Expertin
Dr. Marisa Hübner, Ärztin für Innere Medizin, Ayurvedamedizin und Ernährung
Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 14.01.2021.

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