Nicht weniger Frakturen bei Milchtrinkern

Weder die Menge noch der Fettgehalt der Milch, die Kinder im Alter zwischen einem und drei Jahren trinken, haben einen Einfluss auf das spätere Frakturrisiko. Das berichtet die Ärztezeitung.

Milch
Bild: AdobeStock, Urheber: Brad

Milch stärkt die Knochen, so die landläufige Meinung und die einschlägige Werbung. Mit solchen Behauptungen ist nun Schluss. In einer grossen Studie mit 2466 gesunden Stadtkindern haben Wissenschaftler der Universität Toronto die Effekte der Milch auf die Knochen analysiert. Gesucht wurde nach einem Zusammenhang zwischen dem Milchkonsum der Kinder im Alter zwischen einem und drei Jahren und dem Frakturrisiko im Alter von drei bis zehn Jahren. Ausserdem wurde der Einfluss des Fettgehalts überprüft.

Mythos Milch

Am Ende der Beobachtungszeit berichteten 6,2 Prozent der Eltern über mindestens eine Knochenfraktur ihrer Kinder. Dabei hatten weder die konsumierte Milchmenge noch der Milchfettgehalt einen Einfluss auf das Frakturrisiko. Die Studienergebnisse stützen eine ganze Reihe früherer Untersuchungen, die zu dem gleichen Resultat kommen. Auch bei Erwachsenen gibt es keinen Zusammenhang zwischen dem Konsum von Milch sowie Milchprodukten und dem Risiko für Hüftfrakturen infolge Osteoporose. Dass Milch die Knochen stärkt, ist ein Mythos.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 09.01.2020.

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