Pflanzenkraft statt Antibiotika

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Die Zulu-Eingeborenen nennen sie Umckaloabo und meinen damit «böser Husten». Es ist der Name für jene Wurzel, die Viren und Bakterien bekämpft.

Umckaloabo erobert die Medizin der Erkältungskrankheiten. In Patientenumfragen schneidet das pflanzliche Medikament hervorragend ab. Erst vor wenigen Jahren hat die Kapland-Pelargonie ihren Siegeszug in Europa angetreten. Die Geranienart erkennt man an den lilafarbenen Blüten, doch der Wirkstoff sitzt unter der Erde in ihrer Wurzel. Sie gedeiht nur in bestimmten Regionen Südafrikas.

Pflanzliche Arzneien gewinnen bei der Infektionsbekämpfung an Bedeutung. Der Grund für die Entwicklung ist offensichtlich: Immer mehr Bakterienstämme widerstehen der Behandlung mit den gängigen Antibiotika. Und das geht sehr schnell. Innerhalb von nur sechs Monaten haben sie gegen ein neues Antibiotikum Resistenzen gebildet. Warum? Ein Antibiotikum ist eben nicht nur gegen ein einziges Bakterium gerichtet, sondern tötet schlagartig viele bakterielle Erreger im Körper ab. Doch die Bakterien entwickeln sich weiter. Prof. Andreas Widmer von der Klinik für Infektiologie und Spitalhygiene am Universitätsspital Basel: «Einige Bakterienstämme werden resistent und überstehen den Antibiotika-Einsatz.» Prof. Widmer eruiert noch einen zweiten Faktor, der die Resistenzbildung begünstigt: die hohe Mobilität der Mikroorganismen. Wegen mangelnder Hygiene werden sie ungewollt zwischen Patienten, Medizinalpersonal und Familienangehörigen weitergegeben. Die Bakterien breiten sich schnell aus. Weltweit.

Kommt hinzu, dass Antibiotika nicht richtig und viel zu häufig eingesetzt werden. Zum Beispiel bei Atemwegsinfekten, die zu 90 bis 95 Prozent viral bedingt sind. In vielen Fällen werden Antibiotika verordnet, obwohl sie gegen Viren nicht wirken. Im Gegenteil: Sie schädigen sogar die körpereigene Keimflora und tragen zur individuellen und global zunehmenden Antibiotika-Resistenz bei.

Spätestens ab diesem Zeitpunkt wird klar, dass zur Bekämpfung von Infektionen ein anderer Weg eingeschlagen werden muss: über das körpereigene Abwehrsystem. Es ist in der Lage, gefährliche Eindringlinge zu erkennen und zu bekämpfen. Ob Viren oder Bakterien: Der Körper leistet Grossartiges. Zumindest, wenn er gesund ist. Und hier setzt Umckaloabo an: Es stärkt das körpereigene Abwehrsystem. Studien haben es gezeigt. Aber wie geht das?

Eigentlich ganz einfach. Der Mensch macht sich den erfolgreichen Überlebenskampf, den die Pflanzen im Laufe der Evolu­tion gegen Pilze, Bakterien und Viren geführt haben, zunutze. Wissenschaftler extrahieren den Stoff, gegen den die Angreifer bisher keine Resistenzen entwickeln konnten, und munitionieren den Organismus des Menschen damit auf.

Umckaloabo wird besonders erfolgreich zur Behandlung von akuter Bronchitis eingesetzt. Patienten berichten aber auch von guten Resultaten bei Erkältungskrankheiten und grippalen Infekten, und zwar bei allgemein sehr guter Verträglichkeit. Umckaloabo wirkt dreifach: gegen Viren, gegen Bakterien und zuverlässig schleimlösend. Die Arznei kann bei Erwachsenen sowie Kindern ab zwei Jahren eingesetzt werden.


Am besten bei den ersten Anzeichen

Dr. Lorenz Schmid, Apotheker der TopPharm Apotheke Paradeplatz in Zürich, zum Umgang mit Umckaloabo.

Jetzt ist wieder Grippe- und Erkältungszeit. In welchen Situationen wird Umckaloabo angewendet?
Bei akuter Bronchitis, bronchialem Husten oder wenn’s in den Lungen «rumort» und beim Husten «stockt», mit oder ohne Schleim­auswurf. Jedoch können wir Umckaloabo auch gleichzeitig zu einem Antibiotikum bei der bakteriellen Lungenentzündung einsetzen, um das Immunsystem zu stärken.

Und zu welchem Zeitpunkt?
Am besten bei den ersten Anzeichen einer Erkältung. Wenn der Hals kratzt, die Nase läuft, der Husten im Anzug ist, je früher desto besser. Umckaloabo kann auch bei einer fortgeschrittenen Infektion eingenommen werden, um den Verlauf zu verbessern.

Über welche Erfahrungen berichten Ihre Kundinnen und Kunden?
Sie berichten, dass ihr Husten schneller verschwindet als üblich. Und auch, dass sie nach einem Erkältungshusten nicht mehr lange «weiterhüsteln», wie das ohne Umckaloabo der Fall wäre.

Haben Sie Umckaloabo auch schon selber angewendet?
Ja, natürlich! Meistens in Kombination mit einem schleimlösenden Mittel. Dann können sich die Viren und Bakterien nicht im Schleim verstecken. Wenn der Schleim abgeführt wird, kommt die immunsystemstärkende Wirkung von Umckaloabo noch besser zum Tragen.

Umckaloabo ist erhältlich in Apotheken und Drogerien. Informationen www.schwabepharma.ch