Selber behandeln oder doch lieber zur Fachperson? Viele Fussprobleme wie leichte Hornhaut, kleine Risse oder schlechter Geruch bekommt man selber in den Griff. Die besten Tipps zur Fusspflege und welche Warnsignale alle kennen sollten.
Hornhaut entfernen
Druck und Reibung führen häufig zur Bildung von Hornhaut, besonders an Ballen und Fersen. Diese Verdickung bietet zwar einen gewissen Schutz, sieht aber leider gar nicht schön aus.
Leichte Hornhaut lässt sich zu Hause mit einem Bimsstein oder einer Hornhautfeile abtragen. Achten Sie darauf, dass Sie nicht zu viel Hornhaut entfernen. Regelmässige Fussbäder und Peelings helfen, abgestorbene Hautschüppchen zu lösen und die Haut geschmeidig zu halten. Eine tägliche Pflege mit Fusscrème, am besten vor dem Schlafengehen, beugt neuer Hornhautbildung vor. Besonders wirksam sind Produkte mit Urea bei trockenen und rissigen Füssen. Bleibt die Hornhaut trotz Pflege hartnäckig oder wird schmerzhaft und rissig, empfiehlt sich der Gang zu einer Podologin. Dort wird die überschüssige Hornhaut fachgerecht und schonend mit dem Skalpell entfernt, sicherer und nachhaltiger als bei jeder Selbstbehandlung.
Risse an den Fersen
Trockene, rissige Fersen entstehen vor allem durch Feuchtigkeitsmangel, Überlastung oder mangelnde Pflege. Fehlt es den Füssen an Feuchtigkeit, verliert die Haut an Elastizität. Die Risse vergrössern sich und dringen im Laufe der Zeit in tiefere Hautschichten vor.
Helfen kann eine Kombination aus täglichem Eincrèmen und gelegentlichem sanftem Entfernen der Hornhaut. Das zusätzliche Tragen von Baumwollsocken über Nacht, nach dem Eincrèmen, verstärkt die Wirkung. Vorsicht bei tiefen Rissen: Diese können sich entzünden und zu schmerzhaften Wunden entwickeln.
Fussnägel pflegen
Fussnägel sollten immer in gerader Form geschnitten werden, die Ecken nicht zu tief, um eingewachsenen Nägeln vorzubeugen. Schneiden Sie die Nägel zudem nicht zu kurz, damit die Zehen ausreichend vor Druck im Schuh geschützt sind. Nach dem Schneiden empfiehlt es sich, die Nägel zu feilen, um scharfe Kanten zu vermeiden. Eine abschliessende Pflege mit Öl oder Crème versorgt Nägel und Nagelhaut mit Feuchtigkeit und hält sie geschmeidig.
Stinkende Füsse
Unangenehmer Fussgeruch entsteht, wenn Bakterien Schweiss zersetzen. Abhilfe schafft tägliches Waschen mit pH-neutraler Seife und gründliches Abtrocknen, auch zwischen den Zehen. Wer stark schwitzt, kann spezielle Antitranspirante verwenden. Auch Hausmittel wie Salbei- oder Apfelessig-Fussbäder wirken antibakteriell. Wichtig ist zudem, die Schuhe regelmässig zu lüften, zu wechseln und zu desinfizieren. Bei anhaltendem Geruch sollte ärztlich abgeklärt werden, ob eine übermässige Schweissproduktion vorliegt.
Hühnerauge
Hühneraugen entstehen, wenn bestimmte Hautstellen, meist an den Zehen oder Fusssohlen, dauerhaft Druck und Reibung ausgesetzt sind. Die Haut reagiert darauf mit verstärkter Hornhautbildung. Bleibt der Druck bestehen, verdickt sich die Hornhaut, und es bildet sich ein dornförmiger, nach innen wachsender Kern, was sehr schmerzhaft sein kann. Häufigste Ursache sind zu enge Schuhe.
Zur Selbstbehandlung sind in Apotheken Lösungen, Salben oder Pflaster mit hornhauterweichenden und -abtragenden Wirkstoffen wie Salicyl-, Milch- oder Essigsäure erhältlich. Bei grossen, schmerzenden oder stark entzündeten Hühneraugen sollten Sie einen Podologen oder eine Ärztin aufsuchen. Tragen Sie bequeme Schuhe mit niedrigen Absätzen, um den Druck auf die Zehen zu verringern, und achten Sie auf eine regelmässige Fusspflege, um Schwielen vorzubeugen. Bei bereits vorhandenen Schwielen kann ein Druckschutzpflaster helfen.