Raucher haben ein höheres Risiko für tödliche Hirnblutungen

Rauchen ist ein Wegbereiter für Schlaganfälle durch spontane Hirnblutungen. Dafür sprechen die Ergebnisse einer finnischen Studie.

Rauchen Bild AdobeStock Urheber mitarart
Bild: AdobeStock, Urheber: mitarart

Dass der Konsum von Tabak die Gefässe altern lässt und blutende Risse in vorgeschädigten Hirnschlagadern fördert, weiss man. Unklar war bis jetzt, wie sehr Rauchen zu solchen Ereignissen beiträgt. Denn auch starkes Übergewicht, hoher Blutdruck, übermässiger Alkoholkonsum und Bewegungsarmut hinterlassen Spuren in den Hirnarterien.

Forscher der Universität Helsinki haben in einer grossen Zwillingsstudie herausgefunden, dass kein anderer Risikofaktor so verheerend ist wie das Rauchen. Tabakkonsum erhöhte die Gefahr von tödlichen Hirnblutungen um mehr als das Dreifache. Leichte und mässige Raucher waren davon fast genauso bedroht wie jene, die sich täglich mindestens zwanzig Zigaretten anzündeten.

Wie schon in früheren Zwillingsstudien fiel auch bei dieser Untersuchung die genetische Veranlagung als Risikofaktor kaum ins Gewicht. Die Studienautoren schliessen daraus, dass der Lebensstil bei tödlichen Hirnblutungen von grösserer Bedeutung ist als die Gene. Die gute Nachricht: Wenn Raucher ihrem Laster entsagen, nimmt ihr Risiko für blutungsbedingte Hirnschläge schon nach wenigen Jahren deutlich ab.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 15.10.2020.

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