Sauna belastet den Körper wie Sport

Anders als bisher angenommen sinkt der Blutdruck bei einem Saunabesuch nicht – er steigt. Und das sogar in einem Ausmass wie bei einer kurzen Sporteinheit.

Sauna
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Das zeigt eine Studie von Sportwissenschaftlern der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in Zusammenarbeit mit dem Medical Center Berlin, die ihre Versuchsteilnehmer sowohl in die Sauna geschickt als auch auf ein Fahrradergometer gesetzt haben. Auch der Puls erhöhte sich in der Sauna und beim Sport gleichermassen.

Bisher galt es als allgemein anerkannt, dass ein Saunabesuch den Blutdruck senkt. Man ging davon aus, dass sich die Blutgefässe durch die Hitze weiten und so der Blutdruck abfällt. Deshalb wurde Menschen mit niedrigem Blutdruck und Herz-Kreislaufstörungen von Saunabesuchen abgeraten. Jetzt gibt es für diese Personen Entwarnung. Jeder kann in die Sauna, der moderate körperliche Aktivitäten beschwerdefrei toleriert.

Ein Saunabesuch ist eine körperliche Belastung. Längerfristig stellen sich dabei auch ähnliche positive Effekte wie beim Sport ein. Beim Abnehmen hilft das gesundheitsförderliche Schwitzen allerdings nicht. Der Effekt ist aufgrund der fehlenden Muskelaktivität sehr gering. Zwar verliert man Gewicht, aber das ist nur die Flüssigkeit, die man ausschwitzt und später wieder zu sich nehmen sollte.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 11.07.2019.

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