Eine Stärke der Studie des University College London ist, dass zwischen den Befragungen und dem Beginn der Demenz teilweise mehr als 25 Jahre lagen, eine für Beobachtungsstudien lange Zeit. Zudem wurden die Teilnehmer nicht nur einmal, sondern über die Jahre immer wieder befragt, so dass wechselnde Schlafgewohnheiten berücksichtigt werden konnten.
Die kritische Schlafdauer beträgt 6 Stunden
Die Teilnehmer waren zu Beginn der Studie zwischen 35 und 55 Jahre alt. Inzwischen haben sie ein Alter von 63 bis 86 Jahren erreicht. Die Probanden, die im Alter von 50 Jahren eine Schlafdauer von weniger als 6 Stunden angegeben hatten, waren zu 22 % häufiger an Demenz erkrankt. Personen, die im Alter von 60 Jahren weniger als 6 Stunden in der Nacht schliefen, waren zu 37 % häufiger erkrankt. Am höchsten war das Demenzrisiko bei jenen Menschen, die in jedem Alter nur wenige Stunden schliefen.