Sitzen in Zeiten von Corona

Die Corona-Krise zwingt uns in den Bürostuhl. Doch langes Sitzen ist gefährlicher als Rauchen. Ein paar Tipps, um Nackenverspannungen, Rückenschmerzen und Übergewicht zu vermeiden.

Sitzen Corona Bild AdobeStock Urheber olezzo
Bild: AdobeStock, Urheber: olezzo

Zehn bis elf Stunden am Tag verbringen wir sitzend. Das war schon vor Corona so. Mit der de facto-Ausgangssperre hat sich das Problem nochmals deutlich verschärft. Wenn man eine sitzende Tätigkeit nicht regelmässig unterbricht, wird das Sitzen zum Gesundheitsrisiko und ist schlimmer als Rauchen. Das kann man auch durch Sport am Feierabend oder am Wochenende nicht mehr kompensieren.

1. Erledigen Sie kleine Aufgaben stehend

Auch wenn Sie keinen höhenverstellbaren Sitz-Stehtisch besitzen, lassen Sie sich nicht vom Arbeiten im Stehen abhalten. Wieso nicht mal stehend telefonieren? Warum für kurze Aufgaben nicht die Kaffeeküche oder das Bürogestell zum Stehpult umfunktionieren?

2. Statten Sie Ihren Liebsten einen Besuch ab

Ihrer Frau oder Ihrem Mann sowie Ihren Kindern nebenan oder im Stock über Ihnen ist bestimmt zwischendurch auch mal langweilig. Eine Chance, kurz aufzustehen und ihnen eine persönliche Audienz zu bescheren. Das fördert auch gleich den Zusammenhalt in der Familie.

3. Nehmen Sie drei Treppenstufen auf einmal

Ob bei der Suche nach einem Kleidungsstück oder zur Überbringung eines Dokumentes oder einer Nachricht, machen Sie die Treppe im Haus zu einem kleinen Fitnesscenter. Hinauf geht es in grossen Sprüngen, hinunter in kleinen, schnellen Schritten, und das am besten gleich mehrmals hintereinander.

4. Verbannen Sie Drucker & Co in einen anderen Raum

Es kann durchaus sinnvoll sein, Gegenstände, die Sie häufig nutzen, in einem anderen Raum zu platzieren. So haben Sie weniger störende Geräusche im eigenen Büro, verhindern im Falle des Druckers die Reizung der Atemwege durch Tonerstaub und zwingen sich zudem sanft zum regelmässigen Aufstehen. Es muss jedoch nicht nur der Drucker sein: Büromaterialien, Ordnerablagen, Teekocher, Kaffeemaschinen etc. lassen sich ebenfalls im Nebenraum verstauen.

5. Wenn schon sitzen, dann richtig

Neben dem Vermeiden von zu langem Sitzen sollte man auch an die richtige Einstellung der Büromöbel denken. Ein guter Bürostuhl lässt sich auf die persönlichen Bedürfnisse anpassen. Auch Bildschirme und die Position von Tastatur und Maus lassen sich leicht verändern. Oft tendieren wir dazu, den Arbeitsplatz so zu benutzen, wie wir ihn vorgefunden haben. Dabei wäre es eine Sache von fünf Minuten, das zu korrigieren.

6. Schaffen Sie sich einen Sitzball an

Ein Sitzball zwingt uns, ständig in Bewegung zu bleiben. Die wechselnde Anspannung von Rücken- und Bauchmuskulatur vermeidet Fehlhaltungen, fördert die Durchblutung und beugt wirksam Rückenschmerzen vor.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 19.03.2020.

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