Snoozen gefährdet Ihre Gesundheit

Das Schlummern zwischen den Weckern verstellt unsere innere Uhr. Mehr schlafen wäre eine Lösung, um sofort aufzustehen, doch zum Glück gibt es noch andere.

Snoozen Bild AdobeStock Urheber Andrey Popov
Bild: AdobeStock, Urheber: Andrey Popov

Die Schlummertaste mehrmals zu drücken gehört zur Morgenroutine vieler Menschen. Snoozen ist verlockend und scheint harmlos. Aber verschwenden wir dabei wirklich nur einige Minuten des Tages?

Missverständnis zwischen Körper und Wecker

Beim Erwachen fängt unser Organismus an, Hormone auszuschütten. Wer nach dem ersten Wecker wieder schlafen geht, gibt dem Körper zu verstehen, dass das laute Geräusch ein falscher Alarm war, worauf die inneren Prozesse wieder auf Schlaf umgeschaltet werden. Klingelt der Wecker zehn Minuten später erneut, ist die Verwirrung total.

Der circadiane Rhythmus, also die innere Uhr, ist als Folge dieser Verwirrung den ganzen Tag verstellt. Verstellt sind somit auch alle Prozesse, welche die innere Uhr steuert. Das kann zu mehr Müdigkeit, schlechter Konzentration und hohem Blutdruck führen. Während den paar Minuten Schlaf, die wir zwischen den Weckern zusätzlich bekommen, erholen wir uns nicht, im Gegenteil.

Meditation für leichtes Aufstehen

Stress und Reizüberflutung führen dazu, dass wir immer kürzer und weniger tief schlafen, was das Aufstehen erschwert. Einfach mehr zu schlafen scheint vielen ein Luxus, aber ist zum Glück nicht die einzige Lösung.

Mindestens eine Stunde vor dem Schlafengehen sollten alle Bildschirme ausgeschaltet sein, denn das helle Licht verwirrt die innere Uhr. Man sollte nur einen Wecker stellen, alles andere ist inkonsequent. Unkonventionell aber effektiv ist das Meditieren als Abschluss des Tages. Man setzt sich im Schneidersitz auf den Bettrand, schliesst die Augen und denkt an das, was gerade im Kopf ist. Nach einer Weile visualisiert man das friedliche Einschlafen, den erholsamen Tiefschlaf und das leichte Aufstehen. Am Morgen wird die Vorstellung Realität. Der innere Zeitgeber läuft so zuverlässig wie ein Schweizer Uhrwerk.

Die Zeit zwischen den Alarmen ist nicht nur verschwendet, die widersprüchlichen Signale belasten den Organismus noch lange nach dem Aufstehen und vermindern die Leistungsfähigkeit. Straucheln wir nicht an der ersten Hürde des Tages.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 08.02.2024.

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