So erkennen Sie einen Zinkmangel

Zinc. Minerals for human health. Bild: AdobeStock, Urheber: alfaolga

Zink unterstützt das Immunsystem, beeinflusst die Wundheilung, reguliert Hormone und ist entscheidend für Haut, Haare und Nägel. Weil unser Körper den Mineralstoff nicht speichert, muss er regelmässig über die Nahrung aufgenommen werden. Käse, Fleisch, Eier, Nüsse, Kürbiskerne, Haferflocken, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte sind eine gute Quelle. 

Ein Zinkmangel beginnt oft unauffällig und wird meist zu spät oder gar nicht bemerkt. Die drei wichtigsten Symptome sind:

Häufige Infekte

Zink stärkt die Aktivität von Immunzellen. Fehlt es, sind Betroffene anfälliger für Atemwegs- und Magen-Darm-Infekte, so die Ergebnisse einer Übersichtstudie. Bei einem Mangel verlaufen Erkältungen schwerer oder dauern länger.

Langsame Wundheilung

Da Zink die Zellteilung beeinflusst, heilen kleine Schnitte oder Schürfwunden bei einem Mangel langsamer. Auch Hautprobleme wie Ekzeme oder Akne können ein Hinweis sein. Bei längerem Mangel fallen zusätzlich Haare aus oder die Nägel werden brüchig.

Veränderungen des Geschmacks- und Geruchssinns

Besonders charakteristisch ist ein nachlassender Geschmacks- oder Geruchssinn. Viele Betroffene bemerken, dass Speisen plötzlich fade wirken oder Gerüche weniger intensiv sind. Dieses Symptom ist ein typisches Warnsignal. So zeigte eine Studie, dass Menschen mit Zinkmangel doppelt so häufig an Geschmacksstörungen leiden, wie gut versorgte Personen.

Wichtig ist, wie immer, dass man bei Symptomen zuerst eine ärztliche Abklärung machen lässt. Denn erst ein Bluttest zeigt, ob tatsächlich ein Mangel besteht. Falls ja, weiss der Arzt auch, ob und in welcher Dosis man Supplemente einnehmen soll.

Zink im Überblick

Tagesbedarf: Frauen etwa 7 mg, Männer etwa 10 mg (DGE-Empfehlung)

Risikogruppen: Schwangere und Stillende, Vegetarierinnen und Veganer, ältere Menschen, Personen mit chronischen Darmerkrankungen, hoher Alkoholkonsum

Zinkreiche Lebensmittel: Käse, Fleisch, Eier, Nüsse, Kürbiskerne, Haferflocken, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte

Achtung: Eine Überversorgung durch hoch dosierte Supplemente kann Kupfer- und Eisenmangel auslösen. Daher sollte die Einnahme nur nach ärztlicher Rücksprache erfolgen.