Trauer nach Tod eines Haustiers wie nach menschlichem Verlust

top view of cute jack russell dog wearing coat standing by owner legs on snowy landscape during winter, hiking and adventure with pets concept Bild: AdobeStock, Urheber: Eva

Rund ein Drittel der Befragten hatte den Tod eines geliebten Haustiers erlebt. Fast alle von ihnen hatten zusätzlich auch einen menschlichen Verlust erfahren. Von diesen Personen gaben 21 Prozent an, dass der Tod ihres Haustiers für sie der belastendste Trauerfall gewesen sei. «Damit wird der Verlust eines Tieres von vielen als schwerwiegender empfunden als der Tod eines nahestehenden Menschen», erklärt der Leiter der Studie.

Jeder Dreizehnte mit anhaltender Trauerstörung

Von allen Personen, die den Tod ihres Haustiers als ihren belastendsten Verlust angegeben haben, erfüllten 7,5 Prozent die Kriterien für eine anhaltende Trauerstörung, schreibt das Ärzteblatt. Diese Rate war vergleichbar mit den Raten nach dem Tod eines engen Freundes, eines Geschwisters oder eines anderen Familienmitglieds.

Zudem zeigte sich, dass sich Symptome einer Anhaltenden Trauerstörung nach dem Tod eines Haustiers in gleicher Weise manifestieren wie nach dem Tod eines Menschen. Unabhängig von der Art des Verlusts zeigten sich vergleichbare Muster von Sehnsucht, gedanklicher Fixierung und emotionaler Belastung.