Und wenn mein Vater stirbt?

Grab oder nicht? Urne oder nicht? Organspende oder nicht? Nicole Steffen möchte das nicht für ihren Vater entscheiden müssen. Darum hat sie mit ihm den Docupass ausgefüllt.

DocuPass 0007 6844

«Ich weiss noch genau, wie es war, als meine Grossmutter starb. Dass der Tod eines Tages vor der Tür steht, weiss jeder. Doch wenn es dann wirklich passiert, ist alles anders. Man möchte nur noch weinen und nichts mehr machen», erinnert sich Nicole Steffen, 27, aus Adliswil ZH. Doch schon wenige Stunden nach dem Todesfall ging es um ganz andere Sachen: Behördenkram musste erledigt, die Beerdigung geplant, der letzte Wille vollstreckt werden. Es kommen Fragen, Wünsche und Aufgaben auf einen zu, die man vorher hätte besprechen sollen. Was war eigentlich ihr letzter Wille? Hatte sie den jemals geäussert? Wusste jemand, was zu tun ist?

Was tun beim Todesfall?

Vater Hansjürg Steffen, 59, aus Niederbipp BE hört seiner Tochter aufmerksam zu: «Ich habe vor acht Jahren ein Haus gekauft und lebe mit meiner Partnerin hier. Wir überlegten uns, wie das bei einem Todesfall rechtlich aussieht, weil wir nicht verheiratet sind. Einige offene Fragen wollten wir klären. Eigentlich bin ich der Typ, der den Sachen gerne Raum gibt und sie laufen lässt. Doch Nicole kam mit diesen Fragen auf mich zu, und so besorgten wir uns bei Pro Senectute den Docupass, setzten uns gemeinsam an den Tisch und füllten ihn aus.»

Alles schriftlich festhalten

«Der Docupass enthält alle wichtigen Elemente, die nach dem Tod eines Menschen von Belang sind. Ich wusste zum Beispiel nicht, dass mein Vater gar kein Grab möchte», sagt Nicole. «Er sieht seine Urne lieber in einer Grabwand bestattet. Auch wusste ich nicht, dass er alle Organe zur Spende freigibt, sofern sie sich dafür eignen. Ich kenne meinen Vater zwar wirklich gut, aber ich will trotzdem nicht eines Tages für ihn etwas entscheiden, das nicht sein Wille oder sein Wunsch gewesen wäre. Nun haben wir alles besprochen und im Docupass mit Unterschrift festgehalten. Es genügt nämlich nicht, zu Lebzeiten nur miteinander zu reden. Man muss die Dinge schriftlich festhalten.»

Vorsorgen mit dem Docupass

Der Verlust der Urteilsfähigkeit, das Sterben und der Tod sollten keine Tabuthemen sein. Darum gibt es den Docupass – das komplette Vorsorgedossier, in dem Sie alle persönlichen Wünsche und Anordnungen für den Ernstfall festhalten. Vorsorgeauftrag und Patientenverfügung sind besonders wichtig: Mit einem Vorsorgeauftrag bestimmen Sie, wer im Falle Ihrer Urteilsunfähigkeit im Alltag für Sie sorgt, Ihre Finanzen für Sie regelt und Sie in rechtlichen Angelegenheiten vertritt. Demgegenüber halten Sie in einer Patientenverfügung fest, ob Sie Ihre Organe spenden und wie Sie medizinisch behandelt und gepflegt werden möchten, wenn Sie sich selber nicht mehr dazu äussern können.

Alle Infos und Bestellung jetzt auf: www.docupass.ch.

 

Docupass_Fächer

 

Der Docupass ist die anerkannte Gesamtlösung mit folgenden Dokumenten und Formularen:

  • Patientenverfügung
  • Vorsorgeauftrag
  • Anordnung für den Todesfall
  • Testament
  • Vorsorgeausweis
  • Ausführliche Informationsbroschüre

Für mehr Informationen:

Pro Senectute Schweiz
Tel. 044 283 89 89
www.docupass.ch

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 10.01.2019. Setzte ein Lesezeichen permalink.

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