Vorsicht im Haushalt, Entwarnung im Krankenhaus

Am grössten Infektiologen-Kongress in den USA wurden eine Reihe von neuen Studien über das Coronavirus vorgestellt. Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick.

Corona Bild AdobeStock Urheber Tierney
Bild: AdobeStock, Urheber: Tierney

1. Ansteckung im Haushalt

Untersucht wurde das Ansteckungsrisiko in einem Haushalt, wenn einer der Bewohner positiv ist. Im Durchschnitt steckt sich jedes zweite Haushaltsmitglied eines Mitbewohners mit Covid-19 an.

2. Ansteckungsrisiko in Kliniken

Bei fünf Prozent der Schwestern und Ärzte fanden die Forscher eine Corona-Infektion. Die Hälfte davon hatte keine Symptome. Untersucht wurde auch, woher die Infektionen der Patienten kamen, die in der Klinik positiv wurden. Es konnte nachgewiesen werden, dass die Infektionsquelle in praktisch allen Fällen ausserhalb des Krankenhauses lag.

3. Viruslast unbedeutend für den Verlauf von Covid-19

Die Höhe der Viruslast hatte keine Bedeutung für die Entwicklung eines schweren Infektionsverlaufs. Es gibt einen kleinen Teil von Patienten, die eine sehr hohe Viruslast haben und damit besonders ansteckend sind. Die Hälfte davon blieb allerdings ohne Symptome.

4. Kein Durchbruch bei Therapie

Eine Studie konnte zeigen, dass die Einnahme von Hydroxychloroquin zum Schutz vor einer Infektion nach Kontakt mit einer infizierten Person keinen Einfluss auf den Verlauf einer möglichen Ansteckung hat. Der Einsatz von Remdesivir im Vergleich zur konventionellen Therapie bei Patienten mit mittelschwerer Covid-19 verkürzt dagegen den Krankenhausaufenthalt.

5. Fortschritte bei der Impfung

Die Impfstoffe von Moderna und Biontech/Pfizer sind momentan am weitesten entwickelt. Es besteht die Hoffnung, dass sie noch dieses Jahr zum Einsatz kommen.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 03.12.2020.

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