Warum bin ich müde, obwohl ich genug schlafe?

Bild: AdobeStock, Urheber: sebra

Wer am Abend früh ins Bett geht und am Morgen trotzdem müde ist, sollte den Ursachen auf den Grund gehen. So zeigte eine Studie mit knapp 600 Personen, dass eine schlechte Schlafqualität und Tagesmüdigkeit direkt miteinander verknüpft sind. Das heisst, dass man noch so lange schlafen kann, wenn die Nacht nicht erholsam war, dann beeinflusst das die geistige Flexibilität tagsüber.

Äussere und Innere Störfaktoren

Ein Grund sind Störungen von aussen. Licht, Lärm oder Bewegungen im Bett können den Schlaf immer wieder kurz unterbrechen. Viele merken das nicht bewusst. Trotzdem fehlen dann die tiefen Schlafphasen, in denen sich Körper und Gehirn besonders gut erholen. Auch innere Faktoren spielen eine Rolle. Stress und Angst aktivieren das Nervensystem, so dass der Körper ständig in Alarmbereitschaft bleibt. Dadurch wird der Schlaf leichter, und man wacht häufiger auf.

Lebensstil und körperliche Ursachen

Viele unterschätzen auch den Einfluss von Alkohol, Koffein oder Bildschirmlicht am Abend. Alkohol kann zwar müde machen, stört aber später die Erholung. Genauso das blaue Licht von Handy oder Laptop. Es signalisiert dem Gehirn, dass es noch Tag ist. Auch ein Nährstoffmangel kann müde machen. Fehlt Eisen oder Vitamin B12, bekommt der Körper weniger Energie. Neben Mangelzuständen kommen ganz unterschiedliche medizinische Ursachen infrage. So zum Beispiel eine Schilddrüsenfehlfunktion, Schlafapnoe oder etwa die Wechseljahre.

Was hilft?

Ein regelmässiger Rhythmus hilft dem Körper, die innere Uhr in Balance zu bringen. Auch Bewegung tagsüber fördert die Schlafqualität. Wenn aber erste Massnahmen wie eine bessere Schlafhygiene und Stressreduktion nichts helfen oder man unsicher ist, sollte man die Tagesmüdigkeit von einem Arzt oder Ärztin abklären lassen.