Schlafstörungen gehören zu den häufigsten Beschwerden während der Wechseljahre und betreffen bis zwei Drittel der Frauen in dieser Lebensphase. Sind auch noch Hitzewallungen vorhanden, ist die Zahl der Betroffenen noch höher.
Die Ursachen sind vielfältig. Der Abfall von Östrogen und Progesteron trägt direkt zu Schlafstörungen bei. Niedrige Östrogenspiegel und erhöhte FSH-Werte sind unabhängig von anderen Faktoren mit häufigerem nächtlichem Erwachen assoziiert.
Vasomotorische Symptome wie Hitzewallungen und nächtliches Schwitzen verursachen einen erheblichen Leidensdruck. Frauen mit moderaten bis schweren vasomotorischen Symptomen haben ein dreifach erhöhtes Risiko für häufiges nächtliches Erwachen. Zusätzlich spielen psychosoziale Faktoren, Begleiterkrankungen und Adipositas eine grosse Rolle.
Das häufigste Schlafproblem ist nächtliches Erwachen, gefolgt von Einschlafschwierigkeiten. Die Auswirkungen bleibender Schlafstörungen sind erheblich. Sie beeinträchtigen die Lebensfreude und die Leistungsfähigkeit erheblich. Frauen mit Schlafstörungen neigen zu Depressionen und Angsterkrankungen. Langfristig erhöhen Schlafstörungen das Risiko für psychische und physische Leiden.
Zur Therapie stehen hormonelle und nicht-hormonelle Optionen zur Verfügung. Die systemische Östrogentherapie mit oder ohne Gestagen reduziert vasomotorische Symptome um etwa 75% und verbessert die Schlafqualität, insbesondere bei Frauen mit begleitenden Hitzewallungen. Die kognitive Verhaltenstherapie gilt als Erstlinientherapie und ist wirksam und dauerhaft in der Behandlung menopausaler Schlafstörungen. Auch Nicht-hormonelle Medikamente können Schlafstörungen verbessern.
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