Jeden Tag produziert unser Körper eine klare, wenn auch unscheinbare, Botschaft: der Urin. Er zeigt, wie gut die Nieren arbeiten und ob wir genügend trinken. Urin entsteht, weil die Nieren das Blut filtern und Stoffe wie Salze und Medikamentenreste aus dem Organismus entfernen. Über die Harnleiter gelangt er in die Blase und wird später ausgeschieden.
Je heller, desto unbedenklicher
Die Farbe des Urins ist zwar kein Diagnosewerkzeug, dafür aber ein nützliches Warnsystem. Heller Urin spricht meist für ausreichend Flüssigkeit. Dunklere Töne entstehen, wenn der Körper Wasser spart. Orange ist er, wenn man gewisse Lebensmittel isst oder Medikamente einnimmt. Auch eine erhöhte Harnsäure kann dabei eine Rolle spielen. Rot oder rosa tritt nach Randen oder Beeren auf. Ist das nicht der Fall und kein Grund für eine solche Färbung erkennbar, sollte man einen Arzt aufsuchen, da Blut im Urin auf Infektionen oder Nierensteine hinweisen kann.
Grün oder blau ist der Urin sehr selten. Meist sind Farbstoffe oder Arzneien die Auslöser dafür. Braun weist auf starken Flüssigkeitsmangel oder seltene Lebererkrankungen hin. Ist der Urin milchig, kann eine Infektion oder die eine erhöhte Proteinausscheidung vorliegen.
Tipps für eine gesunde Urinfarbe
- Trinken Sie gleichmässig über den Tag verteilt Wasser. Starten Sie morgens mit einem Glas und halten Sie den Rhythmus. Bei Hitze, körperlicher Belastung oder Fieber steigt der Bedarf, weil der Körper mehr Flüssigkeit verliert. Erhöhen Sie dann die Trinkmenge.
- Setzen Sie vor allem auf Wasser oder ungesüssten Tee. Zuckerhaltige Getränke belasten den Stoffwechsel und löschen den Durst nur kurz. Alkohol entzieht dem Körper Flüssigkeit und kann den Urin zusätzlich konzentrieren.
- Achten Sie auf Lebensmittel, die die Farbe verändern können, zum Beispiel Randen oder Karotten. Wenn Medikamente eine ungewöhnliche Farbe auslösen, finden Sie Hinweise in der Packungsbeilage.
- Bleibt die Farbe auffällig und kommen Schmerzen, Fieber oder Brennen beim Wasserlassen dazu, sollten Sie ärztliche Hilfe suchen.