Wie kamen Sie auf die Idee, Menoqueens zu gründen?
Vor etwa vier Jahren habe ich begonnen, einen Newsletter für Ärztinnen und Ärzte zu schreiben. Das habe ich gemacht, weil ich mich darüber geärgert habe, dass die gynäkologische Endokrinologie eine so untergeordnete Rolle in der Medizin gespielt hat. Bei einer Veranstaltung fragte ich dann einfach, ob das Interesse für einen Newsletter zum Thema bestehen würde und am Schluss hatte ich über 100 Adressen zusammen. Heute sind es sogar um die 900 Ärzte und Ärztinnen.
Und seit einem Jahr können auch Laien den Newsletter abonnieren?
Genau. Ich habe in meinen Sprechstunden gemerkt, dass noch viel Unsicherheit herrscht. Gleichzeitig aber auch ein grosses Informationsbedürfnis da ist. Deshalb gehe ich in meinen Newslettern immer auf eine aktuelle Studie ein und ordne die Ergebnisse ein.
Wie sind Sie auf den Namen Menoqueens gekommen?
Als ich vor ein paar Jahren mit einer Kollegin an einem Lauf teilgenommen habe, war das unser Team-Name. Ich habe ihn übernommen, um den Frauen in den Wechseljahren auch ein gutes Gefühl zu geben.
Warum?
Ich kann mich daran erinnern, dass es noch nicht vor allzu langer Zeit so war, dass Frauen, die in die Wechseljahre kamen, irgendwie unsichtbar wurden. Das fand ich als jüngere Frau schrecklich. Heute gibt es zum Glück schon viel mehr Infos zu den Wechseljahren. Mit Menoqueens möchte ich auch, dass sich Frauen besser fühlen und das Thema nicht nur als Schreckensgespenst sehen. Gegen viele Beschwerden kann man etwas tun.
Hat sich Ihre Arbeit verändert, seit Sie selber in den Wechseljahren sind?
Nicht unbedingt die Arbeit an sich, aber die Beziehung zu den Patientinnen. Denn auch wenn die Beschwerden sehr unterschiedlich sein können, machen wir Frauen doch alle die gleiche Erfahrung der Veränderung durch und sind in der gleichen Zeit aufgewachsen. Manchmal fühlen sich meine Sprechstunden deswegen wie eine Klassenzusammenkunft an.
Geht es denn immer um Hitzewallungen?
Klar ist das ein häufiges Symptom. Es gibt aber noch ganz viele andere wie Gelenkschmerzen Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen oder Brainfog.
Was ist das?
Kognitive Beschwerden wie Konzentrationsschwierigkeiten, Wortfindungsstörungen, eingeschränkte Aufmerksamkeit oder auch mentale Erschöpfung. Früher dachte man, das gehöre einfach zum Altwerden dazu. Heute weiss man, dass sie Hormone einen grossen Einfluss haben. Solche Infos und was dagegen hilft, teile ich in meinen Newsletter und Webinaren.
Weitere Infos von Prof. Petra Stute inkl. Link zum Newsletter: www.menoqueens.com