Homeoffice und Lockdowns gingen nicht spurlos an den Menschen vorbei. Weil sie sich viel weniger im Freien aufhielten, waren sie auch deutlich weniger dem Sonnenlicht ausgesetzt. Vitamin D wird hauptsächlich in der Haut durch die Einwirkung von UVB-Strahlung der Sonne gebildet. Es ist nicht nur wichtig für die Knochengesundheit. Auch Auswirkungen auf das Immunsystem und das Diabetesrisiko werden diskutiert.
Deutsche Wissenschaftler verglichen Laborwerte von Blutroben, die zwei Jahre vor der Pandemie und in den zwei Jahren während der Pandemie genommen worden waren. Demnach sank der mittlere Vitamin D-Spiegel signifikant. Der Anteil aller Menschen mit Vitamin-D-Mangel erhöhte sich von 31,2 auf 35,2 Prozent.
Ältere Frauen im Alter von über 60 Jahren waren besonders deutlich vom Rückgang der Vitamin-D-Spiegel während der Pandemie betroffen. Und in städtischen Regionen waren Mangelraten durchweg höher als auf dem Land.