Knieschmerzen, Schienbeinschmerzen, Fusssohlenschmerzen und Überlastungsschäden wie Ermüdungsbrüche oder Sehnenentzündungen. Seit das Laufen seit den 70er-Jahren in der Schweiz zum Breitensport wurde, nahmen auch die Verletzungen zu. Da hilft auch ein hochentwickelter Laufschuh wenig, obwohl die Industrie genau das verspricht.
Das Verletzungsrisiko bleibt immer gleich
So zeigte eine Übersichtsstudie aus dem Jahr 2022, dass kein Laufschuhmodell dem anderen überlegen ist. Alle wiesen im Durchschnitt dasselbe Verletzungsrisiko auf. Interessanterweise scheint auch eine Laufschuh-Verschreibung basierend auf der Fusshaltung keinen verletzungsmindernden Effekt aufzuweisen. Ein Grund für die fehlende Wirkung könnte darin liegen, dass jede Person unterschiedlich auf einen Schuh reagiert.
So wählen Sie den richtigen Laufschuh aus
Welcher Laufschuh soll es also sein, um Verletzungen vorzubeugen? Prof. Benno Nigg, einer der bekanntesten Laufschuhforscher, empfiehlt, beim Kauf einfach den Schuh zu wählen, der sich beim Laufen am bequemsten anfühlt. Wer auf sein persönliches Gefühl hört, kann so automatisch das Verletzungsrisiko senken.
Schuhe brauchen eine Eingewöhnungszeit
Nebst Komfort wird auch empfohlen, sich schrittweise und vorsichtig an ein neues Schuhpaar zu gewöhnen und beim Training auf den eigenen Körper zu achten. Verschiedene Paar zu benutzen, etwa ein Paar für Wettkämpfe und eins für das Training, kann ebenfalls dazu beitragen, das Verletzungsrisiko zu reduzieren. Präventiv hilft Krafttraining der Fussmuskulatur, da es nachweislich das Verletzungsrisiko verringern kann. Ein paar Übungsideen zur Kräftigung der Fussmuskulatur finden Sie hier.
Und der einfachste, aber wichtigste Tipp zum Schluss: Da die meisten Verletzungen auf Überbelastung zurückzuführen sind, ist es besonders wichtig, das neue Trainingsvolumen langsam zu steigern.
Hinweis: Der Originalartikel wurde für das Schweizer Sportmagazin Fit for Life verfasst (www.fitforlife.ch).