Frühere Studien haben gezeigt, dass eine längere Gesamtdauer sitzender Aktivitäten mit schlechteren Gesundheitswerten in Verbindung steht. Die meisten Leitlinien zu sitzendem Verhalten konzentrieren sich jedoch auf die Gesamtdauer und nicht darauf, ob diese Zeit in vielen kurzen oder in wenigen längeren Intervallen angesammelt wird.
In der neuen Studie analysierten die Forschenden Daten von 91.292 Teilnehmenden. Längeres Sitzen waren Phasen von mindestens 30 Minuten, in denen mindestens 90 % der Zeit sitzend verbracht wurden. Unterbrochenes sitzendes Verhalten war kürzer als 30 Minuten oder wurde durch mehr als 10 % nicht-sitzende Zeit unterbrochen.
Längeres sitzendes Verhalten war mit einem höheren Risiko für die Krebssterblichkeit insgesamt als auch für durch Adipositas bedingte Krebserkrankungen wie Speiseröhren-, Leber-, Nieren-, Bauchspeicheldrüsen-, Darm-, Brust-, Eierstock- und Schilddrüsenkrebs verbunden. Das Gleiche galt für durch Typ-2-Diabetes bedingte Krebserkrankungen.
Unterbrochenes sitzendes Verhalten zeigte das gegenteilige Muster. Der Ersatz von einer Stunde lang andauerndem sitzendem Verhalten pro Tag durch leichte körperliche Aktivität war mit einem um 12 % geringeren Risiko für den Tod durch Krebs assoziiert.
„Es zeigte sich, dass lang andauerndes Sitzen chronische, leichtgradige Entzündungen begünstigt und zudem eine effiziente Immunfunktion unterdrückt», schreiben die Studienautoren.