Wenn die Vagina dicht macht

Ein Scheidenkrampf beeinträchtigt Sexualität, Partnerschaft und Psyche. Wir sagen, was man dagegen tun kann.

Vaginismus Bild AdobeStock Urheber SENTELLO
Bild: AdobeStock, Urheber: SENTELLO

Bei Vaginismus sind der Geschlechtsverkehr und jede andere sexuelle Aktivität, bei der eine Penetration stattfindet, schmerzhaft oder unmöglich. Einige Frauen können nicht einmal einen Tampon benutzen und auch die Untersuchung beim Gynäkologen wird zur Tortur. Die Ursachen für das reflexartige Zusammenziehen der Scheidenmuskulatur sind vielfältig. Schmerzen beim ersten Geschlechtsverkehr, sexuelle Übergriffe, Krankheiten im Intimbereich wie Endometriose, trockene Schleimhäute nach den Wechseljahren, komplizierte Geburten, die Autoimmunkrankheit Lichen Sclerosus, eine chronisch entzündliche Hautkrankheit der Vulva, können zu einem Scheidenkrampf führen.

Masturbation entspannt

  • Der erste Schritt zur Heilung ist, das Thema mit der Frauenärztin, dem Partner oder einer Freundin anzusprechen.
  • Wenn die Untersuchung der Scheide auch mit speziell kleinen Instrumenten nicht möglich ist, kann der Intimbereich auch von aussen angeschaut werden.
  • Gegen trockene Schleimhäute helfen östrogenhaltige Salben.
  • Viel trinken und regelmässig Sex halten die Scheide flexibel.
  • Falls die Beschwerden durch ein schlimmes Erlebnis ausgelöst wurden, kann eine Psychotherapie helfen.
  • Betroffene sollten versuchen, die Vagina selber zu dehnen. Langsam herantasten, immer ein bisschen näher. Zuerst mit dem Finger versuchen. Wenn sich das gut anfühlt, mit dem dünnsten Dildo weiterfahren, um dann auf grössere Modelle umzusteigen.
  • Masturbation entspannt die Muskeln, hält die Schleimhäute geschmeidig und macht erst noch Spass.

Vier Übungen für einen entspannten Beckenboden

  1. Um ein Gefühl für den Beckenboden zu bekommen, sollten Sie beim nächsten Toiletten-Gang versuchen, den Urinstrahl zu unterbrechen. So können Sie sich die Muskeln merken.
  2. Bei der zweiten Übung legen Sie sich auf den Rücken, winkeln die Knie an und drücken das Becken Richtung Boden. Strecken Sie die Wirbelsäule zu einem leichten Hohlkreuz. Spannen Sie nun die Beckenmuskulatur 5 bis 10 Sekunden an und lösen sie wieder. Wiederholen Sie diese Übung 10 Mal.
  3. Sie liegen auf dem Rücken und drücken die Fusssohlen aneinander. Die Knie zeigen nach aussen. Heben Sie die Fersen an, die Zehen berühren weiterhin den Boden. In dieser Position drücken Sie Fersen und Fusskante zusammen und spannen den Beckenboden 5 bis 10 Sekunden an. Machen Sie 25 bis 30 Wiederholungen, dazwischen immer lockerlassen.
  4. Du liegst wiederum auf dem Rücken, winkelst die Knie an und hebst sie im rechten Winkel vom Boden. Klappe die Beine v-förmig nach aussen, atme tief ein und spanne dabei den Beckenboden für 5 bis 10 Sekunden an. Ausatmen, die Spannung lösen. Wiederhole diese Übung 10 Mal.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 04.11.2021.

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