Ein wesentlicher Grund dafür liegt im Einfluss des Schlafs auf den Hormonhaushalt. Bei zu wenig Schlaf sinkt die Konzentration des Sättigungshormons Leptin, während der Spiegel des Hungerhormons Ghrelin ansteigt. Dadurch verspüren Betroffene häufiger Hunger und entwickeln eine stärkere Vorliebe für kalorienreiche, zucker- und fetthaltige Lebensmittel.
Hinzu kommt, dass Schlafmangel die Selbstkontrolle und Entscheidungsfähigkeit beeinträchtigen kann. Wer müde ist, greift häufiger zu schnellen Energielieferanten und bewegt sich weniger, da die körperliche und geistige Erschöpfung die Motivation für Sport und Alltagsaktivitäten reduziert.
Langfristig kann zu wenig Schlaf den Stoffwechsel beeinflussen und die Insulinempfindlichkeit verschlechtern. Das erhöht nicht nur das Risiko für eine Gewichtszunahme, sondern auch für Stoffwechselerkrankungen wie Typ-2-Diabetes.
Erwachsene sollten daher sieben bis neun Stunden pro Nacht schlafen. Eine gute Schlafhygiene – beispielsweise regelmässige Schlafenszeiten, der Verzicht auf Bildschirmnutzung vor dem Zubettgehen und eine ruhige Schlafumgebung – kann helfen, ausreichend und erholsam zu schlafen.