Zuckerwerte direkt zu sehen, ist unglaublich

Alois Aschwanden aus Hausen am Albis ZH über seine Erfahrungen mit dem Sensor. Alois Aschwanden hatte überhaut keine Probleme mit dem Sensor. Den Sensor gibt's jetzt gratis zum testen. Bild: Thomas Hadorn

Wie alt sind Sie?

75 Jahre.

Kennen Sie Ihren HbA1c-Wert, den Langzeitzucker, der alle drei Monate vom Arzt gemessen wird?

Bei der letzten Untersuchung war er bei 9.

Wie sieht Ihr aktueller Glukose-Wert aus?

Moment, ich schaue gleich nach. 13,2 – ist ein bisschen hoch. Das ist immer so nach dem Frühstück, wahrscheinlich wegen der Konfitüre. Im Laufe des Tages geht er rapide runter. Gegen Mittag ist der Zuckerwert meistens tief.

Seit wann haben Sie Diabetes Typ 2?

Wahrscheinlich schon einige Jahre. Man hat die Krankheit lange nicht entdeckt.

Welche Symptome hatten Sie, als der Diabetes diagnostiziert wurde?

Eigentlich gar keine, eventuell ein bisschen mehr Durst. Das ist mir aber nicht besonders aufgefallen.

Wie lange sind Sie schon auf Insulin angewiesen?

Seit vergangenem September.

Mussten Sie sich am Anfang in den Finger stechen?

Ja, vier bis fünf Mal am Tag. Ich bekam aber sofort blaue Flecken. Das war sehr lästig.

Wann haben Sie auf die kontinuier­liche Glukosemessung mit dem ­Sensor umgestellt?

Als ich im Spital war, haben sie mir den Sensor empfohlen. Ich hatte damals grosse Schwankungen, weil ich Cortison nehmen musste. Das hat vor allem meiner Frau Angst gemacht.

Ist Ihnen die Umstellung leicht­gefallen?

Ich hatte überhaupt keine Probleme mit dem Sensor. Der ist ja so klein. Ich wechsle ihn auch alle 15 Tage selber. Das ist eine einfache Geschichte.

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Von wem wurden Sie instruiert?

Von meinem Hausarzt und seiner Praxis­assistentin. Sie hat eine spezielle Ausbildung zur Betreuung von Menschen mit Diabetes gemacht.

Haben Sie den Sensor mit der Alarmfunktion bei Unterzuckerung?

Ich könnte die Funktion einstellen. Bis jetzt war das aber nicht nötig. Ich bin noch nie so tief unten gewesen, dass es gefährlich hätte werden können.

Wie sind Ihre Erfahrungen mit der kontinuierlichen Glukosemessung?

Der Sensor deckt schonungslos auf, wenn man etwas isst, das dem Zuckerspiegel nicht bekommt. Das ist unglaublich. Man isst automatisch weniger von dem, was man nicht zu oft zu sich nehmen sollte. Das Lesegerät ist unbestechlich. Das Schlimmste ist der Bienenhonig. Mit schwerem Herzen muss ich öfter auf mein Honigbrötchen verzichten. Da fehlt etwas beim Frühstück.

Haben Sie wegen des Sensors Ihre Ernährung umgestellt?

Meine Frau schaut vor allem drauf. Einmal Teigwaren und das Lesegerät zeigt schonungslos auf, dass Spaghetti nicht mehr so häufig drin liegen. Jetzt probieren wir es mit Vollkornteigwaren, und wir essen mehr Kartoffeln. Ich liebe Glace. Die gibt es jetzt halt nur noch hie und da am Sonntag.

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