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7000 Schlittelunfälle pro Jahr

Die drei grössten Fehler beim Schlitteln

Cheerful girl riding a sled downhill on a snow covered sledge trail in a white sunny winter mountain landscape

Jetzt hat Schlitteln Hochsaison. Was auf den ersten Blick einfach aussieht, ist tatsächlich mit einigen Risiken verbunden. Jedes Jahr verletzen sich in der Schweiz rund 7000 Personen beim Schlitteln. Meistens kommen sie mit leichten Verletzungen davon, doch nicht selten sind Knochenbrüche oder schwere Kopfverletzungen die Folge. Die bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung zeigt, wegen welcher Fehler der Spass schnell mal beim Arzt aufhört und wie man möglichst unfallfrei die Hänge hinunterkommt.

Nicht ganz ungefährlich

Schlitteln ist vermeintlich einfach und günstig. Kein Wunder, wurde die rasante Sportart in den letzten Jahren immer beliebter. Doch ganz ungefährlich ist eine Schlittenfahrt nicht. Jedes Jahr hört der Spass rund 7000 Mal mit einem Unfall abrupt auf. Ein Grossteil dieser Unfälle verläuft glimpflich, doch auch Knochenbrüche oder schwere Kopfverletzungen sind nicht selten. Zudem waren in den letzten zehn Jahren 9 Todesopfer zu beklagen.

Die meisten Unfälle passieren durch Stürze oder Kollisionen – etwa, wenn die Schlittler die Kurve nicht mehr kriegen oder in ein Hindernis prallen. Hauptsächlich kommt es zu Verstauchungen, Zerrungen und Prellungen – vor allem an Knien, Unterschenkeln und Knöcheln. Tödliche Unfälle sind meistens die Folge eines Zusammenstosses mit einem Fahrzeug. Benedikt Heer, Wintersport-Spezialist der bfu, nennt die drei grössten Fehler beim Schlitteln und erklärt, wie man es richtig macht.

1. Falsche Pistenwahl

Laut einer bfu-Statistik passieren zwei Drittel der tödlichen Unfälle auf nicht offiziellen oder gesperrten Schlittelpisten. «Deshalb ist es wichtig, auf markierten Schlittelwegen, hindernisfreien Strecken oder Hängen mit freiem Auslauf zu schlitteln», so Heer.

2. Falsches Material

Wer mit einem schlecht steuerbaren Schlitten unterwegs ist, erhöht das Unfallrisiko. Am besten verwen-det man einen Rodel. Hat man sich mit der Technik dieses Geräts vertraut gemacht, lässt sich der Rodel besser steuern als herkömmliche, starre Schlitten wie Davoser oder Grindelwaldner. Leider verzichtet jeder Zweite beim Schlitteln auf einen Helm. «‹Kluge Köpfe schützen sich›, das gilt auch auf dem Schlitten», unterstreicht Heer. Deshalb sollte man einen Schneesporthelm sowie hohe, feste Schuhe mit gu-tem Profil tragen, die bei harten oder eisigen Verhältnissen mit Bremshilfen versehen werden können.

3. Keine Kenntnis der Regeln

Viele Schlittler kennen die richtigen Verhaltensregeln nicht, sind zu schnell unterwegs oder überschätzen ihr Können. Einfach die Pisten hinunterzustürzen, ist keine gute Idee. Benedikt Heer rät: «Halten Sie sich an die Schlittelregeln und überschätzen Sie sich nicht. Die Schlittelregeln sind bei den meisten Bergstationen ausgehängt.»

Informationen: Medienstelle der bfu, Tel. +41 31 390 21 16, medien@bfu.ch, www.medien.bfu.ch

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