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Bettruhe verboten

Zwei Drittel der älteren Menschen, die in ein Spital müssen, können nachher kaum oder überhaupt nicht mehr ohne fremde Hilfe gehen.

Bettruhe

„Für ältere Menschen ist das Spital ein gefährlicher Ort“ warnen namhafte Ärzte und Professoren in einem Artikel im Swiss Medical Forum. Werden Betagte hospitalisiert, landen sie zuerst mal im Bett. Die Minuten, die sie ausserhalb ihres Bettes verbringen, lassen sich gewöhnlich an zwei Händen abzählen. Das hat verheerende Folgen, schreiben die Autoren: verringerte Nahrungsaufnahme, Abnahme von Muskelmasse, Kraft und Koordination, erhöhtes Sturzrisiko, Verlust der Gehfähigkeit, Liegegeschwüre, das heisst Dekubitus, längere Hospitalisation, Platzierung im Pflegeheim.

Auch die Leistungsfähigkeit von Herz, Kreislauf und Atmung nimmt ab und die Sterblichkeit ist erhöht. Selbst ein Jahr nach der Entlassung bleiben noch gesundheitliche Einbussen zurück. Die Forderung der Verfasser überrascht nicht: Frühzeitige Mobilisation, Einnahme gemeinsamer Mahlzeiten, Zugang zu Zeitschriften und Büchern und andere Dinge, welche zum Verlassen des Bettes animieren. Wir hängen noch einen viel besseren Vorschlag an: Alles dafür tun, dass man gar nie ins Spital muss.