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Der Trick mit der Sünde

Aeschbacher-Diät Lektion 73. Wie der richtige Umgang mit Sünden das Abnehmen entspannt und genau die Abwechslung bringt, die dem schlechten Gewissen keine Chance lässt.

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Bei unserer Diät dürfen Sie nicht nur, Sie müssen sündigen. Denn es gibt nichts Schlimmeres, als sich alles zu verbieten, was fein ist. Der selbstauferlegte Druck, auf alles Liebgewordene verzichten zu müssen, so wie das bei üblichen Diäten der Fall ist, erzeugt unendlich Stress, der sich früher oder später in unkontrollierten Essattacken entlädt. Vielmehr gilt: Ein bisschen ungesund ist gesund. Zu hundert Prozent gesund essen schafft niemand und sollte auch keiner von sich verlangen. Unterdrücken Sie also nicht ständig Ihr Verlangen, sondern essen Sie entspannt und gesund, ohne sich zu überfordern und dabei auf die eine oder andere Ernährungssünde verzichten zu müssen. Denn beim Abnehmen braucht es ein Zusammenspiel zwischen Versuchung und Vernunft.

Sündigen mit einer passenden Strategie

Sündigen ja, aber richtig. Das heisst ohne schlechtes Gewissen, im vollen Bewusstsein und mit einer passenden Strategie im Hinterkopf. Entscheidend ist, dass Sie sich alles in allem ausgewogen ernähren. Wenn Sie das tun, schlagen sich ein paar Genusssünden auch nicht in Form von mehr Kilos nieder. Planen Sie kleine Sünden und Lieblingsspeisen bewusst ein. So verhindern Sie, dass Sie einer Versuchung ungewollt und vor allem unkontrolliert erliegen und dann vor lauter Enttäuschung weit übers Ziel hinausschiessen.

Machen Sie ohne schlechtes Gewissen weiter

Wir könnten auch sagen, naschen und sündigen Sie strategisch. Denn nichts ist für eine Diät gefährlicher als öde, langweilige Regelmässigkeit. Nehmen Sie deshalb die eine oder andere kleine Sünde bewusst als Abwechslung an und machen Sie weiter, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben oder gefrustet den Bettel hinzuwerfen.

Kompletter Verzicht erschwert Abnehmen auf lange Sicht

Sogar wissenschaftlich ist erwiesen, dass der komplette Verzicht auf Süssigkeiten und andere Leckereien nicht nur schwer durchzuhalten ist, sondern das Abnehmen sogar auf lange Sicht erschwert. Viele Diätwillige entwickeln geradezu eine Sucht nach Süssem, je länger sie darauf verzichten. Die beste Gelegenheit, etwas nachsichtiger mit sich zu sein, ist das Frühstück oder allenfalls das Mittagessen. Zu diesem Zeitpunkt ist der Stoffwechsel sehr aktiv und hat kaum Probleme, die paar zusätzlichen Kalorien über den Tag hinweg abzubauen. Achtung: Das gilt nicht fürs Abendessen, ausser Sie machen einen ausgedehnten Abendspaziergang.

So geht’s:

  • Vergessen Sie beim Abnehmen strenge und starre Regeln. Sonst ist das Scheitern nur eine Frage der Zeit.
  • Abwechslung in jeder Hinsicht ist einer der wichtigsten Schlüssel zum Erfolg, in Sachen Ernährung und hinsichtlich der Bewegung.
  • Sündigen Sie beim Abnehmen ganz bewusst, aber bitte strategisch. Das heisst, planen Sie Ihre Sünden und stehen Sie dazu.
  • Wenn man eine Sünde ständig und vor allem gedankenlos wiederholt, verliert sie ihren Reiz. Eine Sünde ist nur dann eine Sünde, wenn sie eine Ausnahme bleibt.
  • Im Klartext heisst das: Jeden Tag eine Tafel Schokolade ist keine Sünde mehr, sondern eine Dummheit. Das kleine Stückchen Schokolade, das man sich nach dem Mittagessen zum Kaffee gönnt, hingegen schon.
  • Vermeiden Sie das planlose Sündigen durch den Tag hindurch. Eine Süssigkeit nach dem Mittagessen ist kein Problem. Zwischen den Mahlzeiten hingegen schon.
  • Setzen Sie beim Sündigen auf Qualität statt Quantität. Eine feine Praline schmeckt besser und schlägt weniger zu Buche als eine Schokolade aus dem Supermarkt.
  • Wenn Sie mal Lust auf Pommes und Ketchup haben, dann essen Sie das mit Genuss und ohne Reue. Sorgen Sie dafür bei den anderen Mahlzeiten des Tages auf einen niedrigen Kaloriengehalt.
  • Kombinieren Sie weniger gesunde mit gesunden Lebensmitteln. So ist die Bilanz unter dem Strich ausgeglichen.
  • Vermeiden Sie hingegen die Kombination zweier oder gar mehrerer ungesunder Lebensmittel während ein- und derselben Mahlzeit. Also keine Rösti und Bratwurst auf demselben Teller.
  • Sie können auch einmal pro Woche bewusst einen Sündentag einplanen, besonders, wenn Einladungen oder Feiern anstehen. Der nächste Tag gibt Ihnen Gelegenheit, das wieder gut zu machen.
  • Stehen Sie nach einem Sündentag ja nicht auf die Waage. Die natürlichen Gewichtsschwankungen sind ohnehin viel grösser als die Folgen einer etwas üppigeren Mahlzeit.
  • Wenn Sie wieder beginnen, in grober Art und Weise über die Stränge zu hauen, hat das nichts mehr mit sündigen zu tun, sondern mit einem falschen Ernährungs- und Abnehmkonzept.
  • In einem solchen Fall heisst es: Zurück an den Start und die Auslöser beziehungsweise die Motive für das falsche Essverhalten identifizieren und dingfest machen.

Fazit:

Die Aeschbacher-Diät ist eine Sünde wert. Ja, Sie sollen und müssen sogar sündigen, aber bitte mit Verstand und vor allem mit einer Strategie im Kopf. Wenn Sie das tun, haben Sie langfristig sogar noch mehr Erfolg.

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