Die 7 grössten Fehler im Bett

Sexualtherapeutin Dr. Dania Schiftan aus Zürich sagt, was bei Herrn und Frau Schweizer im Bett alles schief läuft.

Die grössten Fehler im Bett

Fehler Nr. 1: Langeweile, Faulheit

Anstatt das Liebesspiel aktiv mitzugestalten, legen sich die Frauen flach auf den Rücken und warten, bis sich was tut. So kann weder richtige Freude noch richtige Erregung entstehen. Bei den Männern ist es ähnlich. Einfach schnell drüber gehen hat wenig mit wahrer sexueller Befriedigung zu tun. Je mehr Bewegung – wie damals, als man frisch verliebt war –, desto mehr kann sich Lust und Erregung aufbauen.

Fehler Nr. 2: Nur auf den Partner fokussieren

Jede und jeder wissen selber am besten, was sie am liebsten haben. Im Bett müssen sie es darum auch nicht einfach dem andern recht machen. Viel besser ist es, für sich selber das Maximum herauszuholen. So kommen beide auf ihre Kosten.

Fehler Nr. 3: Leistungssport statt Erlebnis

Es geht nicht darum, jemandem irgendetwas zu beweisen. Auch sich selber nicht. Sexualität hat in erster Linie mit Erlebnis und nicht mit Leistung zu tun. Sich hingeben, loslassen und geniessen. So sollte es sein. Dazu gehört auch, dass die Erregung zwischendurch grösser und dann auch wieder kleiner ist. Schwankungen sind ganz normal.

Fehler Nr. 4: Erst beginnen, wenn die Lust schon da ist

Warten Sie nicht, bis Sie beide zufällig zur gleichen Zeit Lust auf Sex haben. Der Appetit kann auch beim Essen kommen. Legen Sie doch einfach mal los und Sie sehen, dass man sich in die Lust hineinsteigern kann. Und wenn sie sich tatsächlich nicht herstellen lässt, dann dürfen Sie natürlich auch wieder aufhören.

Fehler Nr. 5: Denken, der Partner sei ein Hellseher

Erwarten Sie niemals von Ihrem Partner, dass er weiss, was Sie gerade wollen. Versuchen Sie lieber, sich mitzuteilen und Ihre Wünsche offen zu formulieren. Oder nehmen Sie seine oder ihre Hand und führen sie nach Ihren Gelüsten.

Fehler Nr. 6: Immer dasselbe

Warum muss Sex immer genau gleich ablaufen? Nehmen Sie sich Zeit, spielen Sie verschiedene Formen durch und nehmen Sie die neuen Gefühle an. Das geht zu zweit, aber selbstverständlich auch allein. Ungewohntes erfordert Mut und kann auch mal in die Hose gehen – aber das macht nichts. Lachen hilft.

Fehler Nr. 7: Nur der Orgasmus zählt

Denken Sie während der Erregung nicht nur an den Orgasmus. Erleben Sie bereits jeden Moment auf dem Weg dorthin ganz bewusst.

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Ihr direkter Draht

Dania Schiftan ist Dr. phil in Clinical Sexology, Klinische Sexologin ISI, lic. phil, Fachpsychologin für Psychotherapie FSP, Psychotherapie und Sexualtherapie. Sie arbeitet im Zentrum für interdisziplinäre Sexologie und Medizin ZiSMed in Zürich nach der Methode «Sexocorporel» von Jean-Yves Desjardin.

Beratung

Praxis: Minervastrasse 99, 8032 Zürich, Tel. 044 233 30 30,  d.schiftan@zismed.ch, www.daniaschiftan.ch

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 09.04.2020.

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