Gegen Mittag wird’s gefährlich

Jedes Jahr verletzen sich 76 000 Personen beim Ski- und Snowboardfahren. In den meisten Fällen handelt es sich nicht um Kollisionen, sondern um Selbstunfälle wegen zu hohem Tempo.

Unfäll Ski Bild AdobeStock Urheber unbekannt
Bild: AdobeStock, Urheber: unbekannt

Die Mehrzahl der Unfälle passieren vor der Mittagszeit, wenn viele Menschen auf den Pisten unterwegs sind. Andererseits zeigen sich gegen Mittag auch erste Ermüdungserscheinungen. Deshalb ist es wichtig, rechtzeitig Pausen einzulegen, genügend zu essen und zu trinken.

Helm verhindert jede dritte Kopfverletzung

Sollte es dennoch zu einem Unfall kommen, kann das richtige Material die Folgen mindern. Beispielsweise ein Helm. Er verhindert jede dritte Kopfverletzung. Auch eine korrekt eingestellte Bindung ist entscheidend. Skifahrerinnen und Skifahrer verletzen sich oft an den Unterschenkeln. Sie sind darauf angewiesen, dass die Bindung bei einem Sturz aufgeht. Die Bindung sollte jährlich von einer Fachperson geprüft werden, weil die Einstellung sich auch durch Nutzung, Lagerung oder Transport verändern kann.

Handgelenkschutz ist besser als sein Ruf

Auf dem Snowboard betreffen die häufigsten Verletzungen die Schultern, Arme und vor allem die Handgelenke. Es gibt sehr wirksame Handgelenkschütze, die ein Drittel der Brüche verhindern können. Nur knapp ein Viertel aller Boarderinnen und Boarder trägt sie jedoch. Gerade für Einsteigerinnen und Einsteiger sind sie sehr empfehlenswert. Um die Qualität der Handgelenkschütze zu garantieren, hat die BFU eine für die Hersteller verbindliche Norm entwickelt.

Tipps für mehr Sicherheit im Wintersport von der BFU

  • Geschwindigkeit anpassen
  • Helm tragen
  • Auf den Ski: jährlich die Bindungseinstellung prüfen lassen
  • Auf dem Snowboard: Handgelenkschutz tragen
  • FIS- und SKUS-Regeln einhalten
  • Pausen einlegen, genügend essen und trinken
Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 23.01.2020.

Kommentare sind geschlossen.