Niemand ist ein Schweinehund

Bewegen kann sich jeder. Doch wie macht man das, wenn man keine Lust auf Sport hat? Die 10 besten Tipps von Gefässspezialistin Dr. Silviana Spring

Bewegungstipps
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Immer heisst es, man solle sich mehr bewegen. Den inneren Schweinehund überwinden. Bewegungsmuffeln und Menschen, die keinen Sport mögen, hilft das nicht wirklich weiter. Im Gegenteil. Der innere Widerstand wird nur noch grösser.

  1. Niemand hat einen inneren Schweinehund, der sich gegen ein bewegtes Leben sträubt. Unser Bewegungsdrang ist angeboren. Leider wird er schon bald durch gesellschaftliche Zwänge unterdrückt. Solche Begriffe sind zudem eine Beleidigung für Mensch und Tier.
  2. Wer nicht gern Sport macht, muss sich nicht dazu zwingen. Bewegung im Alltag zählt viel mehr. Gehen Sie die vielen kurzen Strecken, die sich ständig anbieten, konsequent zu Fuss.
  3. Treppensteigen ist das alltagstauglichste Krafttraining. Jede Treppenstufe zählt wie drei Schritte geradeaus.
  4. Nutzen Sie die Mittagspause für einen Spaziergang. Für Frühstücksmuffel bietet sich das Laufen im Freien in den frühen Morgenstunden an. Anderen hilft Walken nach dem Nachtessen oder vor dem Zubettgehen.
  5. Wichtig ist in erster Linie Regelmässigkeit. Die Intensität ist zweitrangig.
  6. Ein Schrittzähler ist ein gutes Motivationsinstrument und erlaubt eine tägliche Erfolgskontrolle.
  7. Warten Sie mit mehr Bewegung nicht, bis die Herzkranzgefässe oder die Arterien am Bein verstopft sind.
  8. Die Zahlen der letzten Jahre steigen erschreckend. Über 80 Prozent der Zehen- und Fussamputationen sind auf arterielle Durchblutungsstörungen zurückzuführen.
  9. Wenn Sie bereits an einer Schaufensterkrankheit leiden, kann regelmässiges Gehtraining eine Operation ersparen.
  10. Machen Sie eine Standortbestimmung bei einem Gefässspezialisten oder einem Kardiologen, bevor Sie loslegen.
silviana spring
Dr. Silviana Spring
Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 11.07.2019.

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