Endlich satt werden

Aeschbacher-Diät Lektion 6. Hungerattacken, schnelles Essen, mangelndes Sättigungsgefühl. Wie bekommt man das in den Griff?

satt werden

Früher war Sättigung gar kein Thema. Ich war erst satt, als mein Bauch sehr voll und es mir kaum mehr wohl war. Das hat schon sehr früh begonnen. Als Kind durfte ich erst vom Tisch, wenn der Teller leer gegessen war. Die Grösse der Portionen durfte ich nicht bestimmen, sie wurden mir aufgetischt. Das hat nichts mit Schuldzuweisung zu tun. Die damaligen Tischregeln lauteten einfach so.

Vieles habe ich in meinem Leben buchstäblich in mich hineingestopft. So verdrängte ich Langeweile, Stress und auch den wachsenden Frust über mein Übergewicht. Ich konnte essen, so viel ich wollte, richtig satt wurde ich nicht oder höchstens nur sehr kurzfristig. Eine Heisshungerattacke folgte auf die andere. Der Blutzuckerspiegel schwankte enorm. Doch niemand erklärte mir damals dieses Problem und zeigte mir auf, wie ich es lösen konnte.

Am Anfang meiner Ernährungsumstellung half mir das pflanzliche Mittel Appecal von Biomed enorm. Es sorgte rasch für ein angenehmes Sättigungsgefühl. Ich nahm es vor den Mahlzeiten und vor Einladungen. Da lag ja bei mir das grösste Problem. Die Kapseln enthalten Faserstoffe, die in kurzer Zeit bis auf ein Vielfaches ihres ursprünglichen Volumens aufquellen. Die Magenentleerung wird verzögert, das Sättigungsgefühl hält länger an und man isst automatisch weniger. Der Appetit wird sofort gehemmt. Bei mir blieb das Hungergefühl, das mich bis anhin vor jeder Mahlzeit überfiel, vollständig aus. Sogar mein Magenvolumen wurde kleiner, die Blutzuckerspiegel ausgeglichen.

Möglichst langsam essen

Heute esse ich, wenn immer möglich, sehr langsam. Husch husch in den kurzen Mittagspausen ein Menu runterschlingen, das war Gift für meinen Körper. Über Mittag esse ich sehr oft eine Frucht oder eine Suppe und trinke immer Wasser. Dafür überbrücke ich die Pause mit Laufen in der Natur, ohne stressen zu müssen mit Essen. Das ist ein riesiger Gewinn!

Generell achte ich beim Essen auf viel Gemüse und Früchte und auf eiweisshaltige Lebensmittel, die viel besser satt machen und den Körper nicht mit Kalorien überladen. Auch Vollkornprodukte stehen zuoberst auf meinem Speiseplan. Sie enthalten jede Menge Ballaststoffe und kaum Kalorien. Sie füllen den Darm mit sehr viel Volumen und machen sehr gut satt.

Viel trinken

Und noch ein ganz wichtiger Tipp, damit die Sättigung rasch erreicht werden kann: viel trinken! Das ist auch im Arbeitsalltag problemlos möglich, mit gewöhnlichem Wasser, Mineralwasser mit wenig Kohlensäure oder Tee. Ich weiss es aus eigener Erfahrung: Reichlich Flüssigkeit sättigt enorm.

So geht’s:

  • Ein stark schwankender Blutzuckerspiegel verunmöglicht das Abnehmen
  • Verarbeite Nahrungsmittel sorgen höchstens für eine kurzfristige Sättigung
  • Je naturbelassener Nahrungsmittel sind, desto besser ist die Sättigung
  • Voluminöse, faserreiche Nahrungsmittel sorgen für konstante Blutzuckerspiegel
  • Am besten ist alles, was direkt vom Garten oder vom Bauer kommt
  • Eiweiss sättigt besser als Kohlenhydrate und Fett
  • Ein Schnellimbiss oder ein Salami-Sandwich über Mittag sind Gift für die Linie
  • Über Mittag genügt auch eine reichhaltige Suppe oder eine Frucht
  • Die frei werdende Zeit nützt man am besten für eine Bewegungspause
  • Gibt man dem Hunger nicht sofort nach, vergeht er
  • Wer fünf bis sechs Stunden nüchtern bleibt, nimmt am besten ab
  • Wer ständig futtert, seien es auch nur kleine Snacks, nimmt unmöglich ab

Fazit:

Starke Blutzuckerschwankungen provozieren die nächste Ess- oder Fressakttacke und sind erst noch Gift für die Blutgefässe. Deshalb sollte man alles tunlichst vermeiden, was den Blutzucker in die Höhe jagt. Das gilt speziell für die meisten verarbeiteten Lebensmittel. Wichtig für eine lang anhaltende Sättigung sind naturbelassene Lebensmittel mit viel Volumen und Wasser sowie Eiweiss.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 01.08.2013.

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