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Der Irrtum mit dem Gluten

Aeschbacher-Diät Lektion 224. Gluten ist auf der Anklagebank. Doch ist die Angst vor dem omnipräsenten Eiweiss wirklich begründet?

Agriculture, agronomy and farming background.

In den Läden werden die Regale mit glutenfreien Lebensmitteln immer länger. Für Menschen mit der Darmerkrankung Zöliakie ist das ein grosses Plus. Doch längst hat das Label die breite Masse erreicht, welche diese Produkte für besonders gesund hält. Doch tut man sich mit dem neuen Lifestyle-Trend wirklich etwas Gutes? Ist das pflanzliche Eiweiss Gluten wirklich der Übeltäter für Krankheiten wie Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck, Migräne und sogar Krebs, wie uns das ein paar Prominente und angebliche Wissenschaftler glauben machen wollen?

Das Klebereiweiss Gluten ist ein hervorragendes Bindemittel und kommt in den Samen einiger Getreidearten vor, vor allem im Weizen, aber auch Roggen, Gerste, Hafer und Dinkel, und folglich in allen weiterverarbeiteten Produkten. Für die allermeisten Menschen ist Gluten überhaupt kein Problem. Das sollte man bedenken, wenn „glutenfrei“ als Geheimnis für Gesundheit und Schönheit oder zum Abnehmen angepriesen wird.

Nur wenige Prozent haben eine Nahrungsmittelunverträglichkeit

Ein Drittel der Europäer meint, bestimmte Lebensmittel wie Brot, Milch oder Obst nicht zu vertragen. In Wirklichkeit haben nur ein paar wenige Prozent eine Nahrungsmittelunverträglichkeit. Bei Verdacht auf Glutensensitivität einfach auf glutenhaltige Nahrungsmittel zu verzichten, ist Unsinn. Zuerst sollte bei einem Facharzt abgeklärt werden, ob sich der Verdacht erhärten lässt.

Gesunde Menschen, die ohne konkreten Anlass auf Gluten verzichten, erschweren nicht nur eine spätere Diagnosestellung, sondern handeln sich auch gesundheitliche Nachteile ein. Weder ernährt man sich mit einer Gluten-Diät gesünder, noch schützt sie vor Herz-Kreislauf-Krankheiten und Diabetes. Und schon gar nicht hilft sie beim Abnehmen.

So geht’s:

  • Gluten ist ein Klebereiweiss, das dafür sorgt, dass sich Getreidemehl mit Wasser zu einem elastischen Teig verbindet. Der Betriff kommt vom lateinischen Wort für Leim.
  • Etwa jede 100. Person muss wegen Zöliakie Lebensmittel meiden, die Gluten enthalten.
  • Es gibt auch milde Krankheitsverläufe mit unspezifischen Beschwerden wie Müdigkeit oder leichte Bauchbeschwerden, die oft erst nach Jahren diagnostiziert werden.
  • Einige Menschen leiden zwar nicht an Zöliakie, reagieren aber dennoch empfindlich auf Gluten.
  • Vermutlich hat ein Teil der Reizdarmpatienten in Wirklichkeit eine Glutenempfindlichkeit.
  • Wem Gluten nicht schadet, sollte die Finger von glutenfreien Essen lassen. Glutenfreie Produkte haben tendenziell einen höheren glykämischen Index. Zudem sind sie in der Regel teurer.
  • Glutenfreie Lebensmittel enthalten oft weniger Ballaststoffe, Vitamine und Mineralien.
  • Um glutenfreie Produkte geniessbarer zu machen, helfen die Hersteller gerne mit Zucker und Fett nach.
  • Die glutenfreie Diät für Nichtbetroffene ist eine Modeerscheinung ohne medizinischen Grund.

Fazit:

Der Trend zu glutenfreien Nahrungsmitteln hat längst die Schweiz erreicht. Diese Diät bringt den meisten jedoch mehr Schaden als Nutzen. Viele glutenfreie Produkte lassen den Blutzucker in die Höhe schnellen, sodass man schneller wieder Hunger verspürt, eher zu viel isst und so an Gewicht zulegt.

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