Hypnose ist kein Hokuspokus

Unter Hypnose lassen sich weit zurückliegende Erlebnisse mit belastenden Nachwirkungen aufarbeiten, Angststörungen behandeln, Süchte wie Rauchen beenden und positive Kräfte aktivieren. Hypnosetherapeutin Gabriela Taugwalder über eine faszinierende Behandlungsmethode.

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Bild: AdobeStock, Urheber: muratart

«Seit ewiger Zeit hatte ich Mühe mit dem Einschlafen. Manchmal dauerte es ein bis zwei Stunden oder ich konnte die ganze Nacht nicht einschlafen. In der Hypnosesitzung hast du wohl die richtigen Informationen in meinem Unterbewusstsein verankert. O Wunder, seither schlafe ich in kürzester Zeit ein.»

«Ich rauche schon seit 39 Jahren und habe bereits vieles ausprobiert, um mit dem Rauchen aufzuhören. Obwohl ich bis dahin nicht an Hypnose glaubte, habe ich eine Sitzung wahrgenommen und staunte einen Tag später nicht schlecht, als sich mein Konsum von 30 bis 35 Zigaretten pro Tag auf drei reduzierte, ohne dass ich etwas dazu tun musste. Nach der zweiten Sitzung ging ich direkt in die Ferien und rauchte während eines ganzen Monats nur insgesamt vier Zigaretten, diese als Genuss wie ein Glas Wein.»

«Als Mann Fingernägelkauen geht überhaupt nicht! Dank deiner richtigen und auch originellen Fragestellung sind wir schnell auf den Punkt gekommen. In der nachfolgenden Hypnose hast du offenbar genau die richtigen Inputs in mein Unterbewusstsein gesetzt. Seither wachsen die Fingernägel – ein tolles Gefühl!»

Das ist nur ein kleiner Teil der Dankesschreiben an die diplomierte Hypnosetherapeutin Gabriela Taugwalder. In ihrem bequemen Hypnosesessel sitzen Schulkinder, Berufsleute, Studenten, Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik, Hausmänner und Hausfrauen, Menschen jeglichen Alters und mit den unterschiedlichsten Lebensinhalten. «Ich habe mir in den letzten Wochen ein paar Mal die Frage gestellt, welches mein Zielpublikum ist. Fakt ist, dass gerade die unendliche Vielfalt der Anwendungsgebiete der Hypnose den Beruf so spannend macht», erklärt die Rechtsanwältin. Sie war viele Jahre Partnerin und Mitinhaberin zweier renommierter, international tätiger Anwaltskanzleien. «Als Rechtsanwältin bin ich es gewohnt, genau hinzuhören, zu analysieren, in Frage zu stellen, zu überzeugen, erfolgreich für eine Sache zu kämpfen und kreative Lösungen zu erarbeiten. Darum geht es letztlich auch in der Hypnosetherapie, einfach auf eine ganz andere und indirekte Art», sagt sie.

Gabriela Taugwalder sieht sich als Co-Pilotin ihrer Klienten auf deren Reise in ein Leben, das sich leichter, entspannter und glücklicher anfühlt. «Wenn wir dieses Ziel erreichen, ist das auch für mich ein beglückender Moment. Es geht in der Hypnose darum, Menschen in wenigen Sitzungen zu unterstützen und so zu stärken, dass sie einen nicht mehr brauchen. Dabei bin nicht ich es, die die Hauptarbeit leistet, sondern mein Gegenüber, indem es sich darauf einlässt, mit seinem Unterbewusstsein in Kontakt zu treten und dieses innere Wissen wirken zu lassen.» Es erstaunt sie stets von Neuem, welche Resultate mittels Kommunikation und Austausch mit dem Unterbewusstsein eines Menschen erzielt werden können.

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Gabriela Taugwalder

Hypnose ist kein Hokuspokus, auch wenn es gewisse Hypnotiseure in Shows manchmal so darstellen. Hypnose ist eine Technik, mit der Menschen sich selbst oder andere in einen anderen Bewusstseinszustand versetzen. Lange ging man davon aus, dass die hypnotische Trance ein dem Schlaf ähnlicher Zustand ist. Heute kann man dank der modernen Hirnforschung zeigen, dass Personen unter Hypnose wach und nach innen fokussiert sind. Die Hypnosetherapeutin nutzt diesen Zustand. Sie unterbreitet dem Unterbewusstsein diverse Anregungen, aktiviert vorhandene Stärken und Bewältigungsstrategien des Patienten, auf die er im Alltag nicht zurückgreift.

Die Hypnose kann genutzt werden, um sich zu entspannen und zu regenerieren. Im psychologischen Bereich wird die Hypnosetherapie unter anderem zur Behandlung von Ängsten, mangelndem Selbstwert, Depressionen und Zwängen angewandt. Auch Süchte wie zum Beispiel Rauchen und Essstörungen lassen sich gut behandeln. Bei Schlafstörungen und sexuellen Problemen ist die Hypnosetherapie ebenfalls oft wirksam. Im medizinischen Bereich ist sie ein beliebtes Verfahren zur Schmerzbewältigung, zur Unterstützung bei medizinischen Eingriffen und zur Förderung der Selbstheilungskräfte des Körpers. Aber auch bei psychosomatischen Erkrankungen wird sie eingesetzt, und Bluthochdruck, Reizdarm und Reizblase sowie Allergien wie Heuschnupfen reagieren in vielen Fällen gut auf die Therapie. «Die Hypnosetherapie funktioniert nur bei Personen, die sich darauf einlassen und etwas verändern wollen. Und sie funktioniert nicht bei jedem», sagt Gabriela Taugwalder und fügt an: «Sie ersetzt auch nie eine ärztliche Behandlung. Ich bin aber überzeugt, dass eine Zusammenarbeit von Ärzten mit Hypnosetherapeuten in vielen Konstellationen den Genesungsprozess unterstützen würde.»

Eine Hypnosetherapie eignet sich nicht für Menschen, die gerade eine Psychose durchmachen, unter einer Manie, einer Borderline-Störung oder einem schizophrenen Schub leiden. Solche Erkrankungen gehören in die Hände von Psychiatern. Risiken können auch vom Therapeuten selber ausgehen. «Leider ist der Begriff Hypnosetherapeut nicht geschützt, und es tummeln sich sehr viele Anbieter ohne seriösen Hintergrund auf dem Markt», warnt Gabriela Taugwalder. «Die eigene Arbeit muss zwingend auf einer sorgfältigen und soliden Ausbildung und einem robusten Ich basieren.»

Mehr Infos unter www.taugwalder-hypnose.ch

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 29.04.2021.

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