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Jetzt rutschen die Hosen

Ein Ehepaar, ein Traum und zusammen 25 Kilo weniger, und das in elf Monaten. Nun müssen Ursula und Tinu Schnell ihre Jeans enger machen.

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So etwas passiert nur mit der Aeschbacher-Diät. Erst fielen die Kilos, dann rutschten die Hosen. Ursula und Tinu Schnell aus Häutligen BE sind Feuer und Flamme. Am Anfang war es nur der Gürtel, den der 35-jährige Berner Oberländer enger schnallen musste. Ein einziges Loch – der erste Meilenstein seiner Erfolgsgeschichte. Doch mit den Wochen und Monaten nahm er noch mehr ab. So viel, dass die gute alte Jeans einfach nicht mehr richtig sitzen wollte. Viel zu viel Stoff im Bund, die Hüfte einfach zu schlank, der Bauchumfang immer kleiner. Auch im Gesicht ist Tinu schmaler geworden. Zwölf Kilo hat er abgespeckt, bringt jetzt noch 85 Kilo auf die Waage. Seine 32-jährige Frau hatte 95 Kilo und ist schon bei 82 angekommen. Im Gleichschritt sind beide leichter geworden. Auch bei ihr rutschen die Hosen, und auch ihr sind alle Kleider jetzt zwei Nummern zu gross.

Das war unsere Chance

«Ich wusste, wir beide müssen etwas gegen unser Übergewicht tun. Und ich wusste, Tinu muss mitziehen, sonst schaffe ich es nicht», sagt Ursula. «Dann sah ich im Newsletter, dass Doktor Stutz für ein Experiment abnehmwillige Männer suchte. Das war unsere Chance! Tinu meldete sich an, und schon ging’s los. Am Anfang hatten wir noch ein Lager an Süssigkeiten und Chips zu Hause. Auch eine Schwarzwäldertorte im Kühlschrank. Einen Teil putzten wir selber weg, den anderen Teil verschenkten wir. Früher haben wir beim Fernsehen am Abend einfach noch genascht. Haben immer wieder in die Chipstüte gegriffen und gar nicht gemerkt, wie wir unbewusst einen Berg an Kalorien in uns hineinstopften. Nicht wegen des Hungers, sondern aus purer Lust und Gewohnheit.»

Der Wunsch nach mehr Bewegung wurde grösser

Damit sollte nun Schluss sein. Ursula Schnell erinnert sich: «Erst verbannten wir die Naschereien aus unserem Haushalt. Der Trick ist einfach: Was nicht vorrätig ist, kann nicht genascht werden. Dann kaufte ich für Tinu ein paar Walking-Stöcke. Zuerst gingen wir nur am Sonntag auf die Piste. Doch der Wunsch nach mehr Bewegung wurde grös­ser. Wir waren uns sogar einig, dass die nächsten Ferien irgendetwas mit Bewegung zu tun haben müssen.» Tinu Schnell: «Meine Frau besorgte mir einen Schrittzähler. Ich hätte es kaum für möglich gehalten, wie mich dieses kleine Ding motivieren würde. So sehr, dass Ursula sich auch einen bestellte und wir die Ferien für einen Marsch rund um den Bodensee nutzten. Mit Sack und Pack beladen machten wir pro Tag rund zehn Kilometer, liefen von einem Campingplatz zum nächsten.» Ursula: «Die ersten zwei Tage waren die happigsten. Dann begann es Tinu auch zu gefallen. Es war höllenheiss und auf dem Teerboden nicht immer angenehm zu laufen. Aber wir hielten durch, schafften einmal sogar 14 Kilometer.»

Es hat klick gemacht

Tinu: «Ich weiss gar nicht  genau, was passiert ist. Alle fragen mich, was ich gemacht habe, um so gut abzunehmen. Eine Diät ist es nicht, obwohl sie Aeschbacher-Diät heisst. Und genau das ist das Tolle dran. Es hat klick gemacht im Kopf, und auf einmal lief alles wie von selbst.» Zu Kalorienzählern sind die Schnells trotzdem nicht geworden. Ursula: «Oh nein. Jetzt habe ich es im Gefühl, wann ich genug gegessen habe, und wann ich mich wieder bewegen muss.» Tinu: «Heute gehe ich beim Einkaufen locker an Schwarzwäldertorten und anderen Leckereien vorbei. Ich verspüre gar keinen Gluscht mehr auf Süsses. Ganz im Gegenteil: Wenn wir am Sonntag noch einen Salat brauchen, laufen wir zu Fuss ins Nachbardorf und holen ihn direkt beim Bauern. Das bringt frische Luft und weitere 4000 Schritte auf das Konto. Die täglichen Schritte sind sowieso die einzigen Zahlen, die mich interessieren. Kalorien zählen muss ich nicht. Manchmal lasse ich einfach das Mittagessen weg und nehme den Mahlzeitenersatz InShape. Zum Beispiel, wenn wir am Abend noch eine Einladung haben. Dieser Shake hält mich lange satt und verhindert Heisshungerattacken am Nachmittag.»

Ursula hat weitere Pläne: «Ich möchte unter die Marke von 80 kommen, doch ich hänge gerade bei 82 Kilo fest», sagt sie. Sie weiss, dass Phasen der Stagnation Teil des ganzen Prozesses sind. Verschnaufpausen gehören dazu.