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Laufen macht der Depression Beine

Menschen mit Depressionen geht es viel besser, wenn sie schon nur drei Mal in der Woche laufen. Das zeigt ein Pilotprojekt aus Deutschland.

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„Der Depression Beine machen“ ist ein wegweisendes Pilotprojekt in Rheinland-Pfalz. 100 Teilnehmer trafen sich seit Herbst 2015 in drei wöchentlichen Lauftreffs in Koblenz, Landau und Mainz. Die Laufgruppen wurden von Turnvereinen vor Ort organisiert.

Die Resultate sind erstaunlich und sollten so schnell wie möglich Eingang in den Praxisalltag finden. Denn die Teilnehmer berichten nach einem Jahr allesamt von einer besseren körperlichen und psychischen Verfassung, mehr Lebensfreude und Selbstvertrauen und gestärkter Widerstandskraft. Besonders das Miteinander in der Gruppe wurde als sehr positiv bewertet.

Diese Einschätzung wird auch von den Fachleuten geteilt. Sich zu überwinden, durchzuhalten und eine Steigerung der Leistungsfähigkeit zu spüren, wirke sich positiv auf die Stimmungslage aus und setze eine Aufwärtsspirale in Gang. Prof. Gerhard Huber vom Institut für Sport und Sportwissenschaft der Universität Heidelberg begrüsst deshalb einfache Formen der Bewegung für Menschen mit Depressionen, zur unterstützenden Therapie und auch zur Prävention.