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Warnschuss aus dem Auge

Das war knapp. Beinahe hätte Zahnarzt Dr. Erik Norup seinen Beruf aufgeben müssen. Nur weil er die frühen Signale ernst nahm, konnte sein Augenlicht gerettet werden.

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Dr. Erik Norup, 57, aus Gipf-Oberfrick AG, war mit seiner Frau im Auto unterwegs. Zum Glück nur als Beifahrer. «Ich sah auf einmal alles ganz verschwommen, rieb mir die Augen, doch es wurde nicht besser. Die Nummernschilder der Autos vor uns blieben für mich unlesbar. Ich hatte keine Schmerzen, auch keinerlei Anzeichen einer Verletzung.» Was war nur los?

Drohende Netzhautablösung

«In der Pallas Klinik sprach Augenchirurg und Chefarzt Professor Heinrich Gerding von drohender Netzhautablösung. Da werde sehr bald ein grosser Eingriff auf mich zukommen. Trotz der Sorge und den Vorbehalten des Professors wollte ich es wagen, die geplante Ferienreise nach Santorini anzutreten, zumal sich die Lage in den folgenden Tagen etwas entspannt hatte. Alles blieb ruhig, doch am zweitletzten Ferientag fiel mir auf, dass die Autos irgendwie tiefergelegt und im Vergleich zu unseren Modellen extrem lang waren. Auch die Masten der Hochspannungsleitungen schienen so wellig geformt. Ich merkte erst nicht, dass dies vielleicht mit der Netzhautablösung zu tun hatte, rief aber gleich Professor Gerding an. Sein Verdikt war klar: Ferien abbrechen und sofort in die Klinik kommen!»

Diabetes war schuld

«Ich gebe zu: Ich hatte etwas Angst vor der Operation. Meine Augen sind für mich lebenswichtig. Als Hobbyfotograf und Zahnarzt geht es ohne sie nicht. Als mir Professor Gerding die genaue Diagnose offenbarte, ging mir ein Licht auf: Netzhautablösung wegen diabetischer Retinopathie. Mein Dia­betes Typ 1 war also schuld. Ausgerechnet dieser Diabetes. Nie hatte ich mich mit ihm anfreunden können. Seit Kindsbeinen war er für mich der Feind Nummer eins. Nur wegen ihm konnte ich in der Schule nicht am Kochunterricht teilnehmen. Er allein verhinderte meine Teilnahme an allen Klassenlagern, weil niemand der Lehrer für mich die Verantwortung übernehmen wollte. Und das ewige Aufschreiben meiner Blutzuckerwerte war mir sowieso zuwider. Damals wie heute. Kleiner Lichtblick: Mittlerweile habe ich eine Insulinpumpe, die mir einen grossen Teil des Diabetes-Managements abnimmt.»

Nach sechs Wochen wieder arbeiten

Der Eingriff am linken Auge war komplex und selbst für einen erfahrenen Chirurgen eine Herausforderung. Erik Norup musste sich in Geduld üben. Nach sechs Wochen konnte er endlich wieder arbeiten. «Heute sage ich: Es ist ein Wunder, was Professor Gerding geschafft hat. Weder im Beruf noch beim Fotografieren habe ich irgendwelche Einschränkungen. Das am Rand leicht eingeschränkte Gesichtsfeld stört mich überhaupt nicht, denn beim Fotografieren muss ich ohnehin durch ein Objektiv gucken, und in der Praxis ist mein Arbeitsfeld, die Mundhöhle, ebenfalls eng.»

Gerade vor wenigen Wochen hat Erik Norup auch den Grauen Star operieren lassen, erst rechts, dann links. Wegen des Dia­betes und der Netzhautablösung ist dieser Eingriff früher als normal nötig geworden. «Ich bin vollkommen glücklich: Es ist wirklich alles fantastisch gelungen.»

pallas-auge_dr_gerding_heinrich_008Keine Zeit verlieren

Prof. Dr. med. Heinrich Gerding, Mitglied des Chefarztgremiums der Pallas Kliniken und Chirurg für Eingriffe besonders im hinteren Augenabschnitt, hat Dr. Erik Norup operiert und fachärztlich betreut. «Bei Netzhautablösungen ist es ganz wichtig, dass der erste Eingriff optimal verläuft. Davon hängt der weitere Krankheitsverlauf ganz entscheidend ab. Deswegen lohnt es sich auch, sofort aus den Ferien nach Hause zu kommen, um die Operation in einer Klinik des Vertrauens durchführen zu lassen.»

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