12 Tipps für den männlichen Höhepunkt

Das Gefühl beim Samenerguss reicht von ernüchternd bis euphorisch. Entscheidend ist, was davor geschieht. Eine Anleitung.

Penis Bild AdobeStock Urheber Vitte Yevhen
Bild: AdobeStock, Urheber: Vitte Yevhen

Viele stellen sich das männliche Glied als mechanisch und unkompliziert vor. Männer gelten insgesamt als einfach gestrickt und leicht zu befriedigen. Die Vorstellung ist verkehrt und führt zu Enttäuschungen im Bett. Sie ernüchtert die Partnerinnen und Partner, wenn sie Mühe haben, den angeblich simplen Penis zu bedienen. Und Männer übersehen deshalb oft, dass es beim Sex mehr zu erleben gibt als nur den Samenerguss.

Andere Reize, anderes Gefühl

Der männliche Orgasmus ist eine Empfindung, die durch das autonome Nervensystem gesteuert wird. Es ist also dem Körper überlassen, wann genau er passiert und wie er sich auswirkt. Doch man kann den Orgasmus bewusst aktivieren und vor allem beeinflussen. Die Art und die Intensität der Reize bestimmen das Gefühl, wie die Zutaten ein Gericht ausmachen. Das heisst, ein männlicher Höhepunkt fühlt sich anders an, wenn er selbst, mit der Hand einer Partnerin oder eines Partners, mit Penetration oder anders herbeigeführt wird.

Der Samenerguss ist eine Folge des Orgasmus und nicht umgekehrt. Die beiden Vorgänge hängen zusammen, aber sie sind nicht dasselbe. Ein Mann kann in seltenen Fällen kommen, ohne zu ejakulieren. Es lohnt sich also kaum, wenn beim Sex alle Beteiligten direkt auf die Ejakulation hinarbeiten. Dann fühlt es sich für ihn immer gleich an und sie bleibt aussen vor.

Ähnlicher, als man denkt

Bei ihm dauert der Höhepunkt weniger lange, er ejakuliert fast immer und es fällt ihm schwerer, mehrmals zu kommen. Abgesehen von diesen Unterschieden sind der männliche und der weibliche Höhepunkt sehr ähnlich. Die Intensität und die Fähigkeit, überhaupt zu kommen, sind bei beiden abhängig von der Gesundheit und vor allem vom Aufbau mit der Partnerin oder dem Partner.

Die besten Tipps, damit er richtig kommt

  1. Befreien Sie das beste Stück aus der beengenden Unterhose und lassen Sie es erstmal sein.
  2. Nehmen Sie die Hand Ihres Partners, streicheln Sie sanft dessen Fläche und die Pulsadern, und schauen Sie ihm dabei in die Augen.
  3. Küssen Sie die Seite des Halses und streichen Sie langsam und federleicht mit Ihren Fingern über seine Flanke hin zur Lende. Die Leistengegend ist besonders sensibel.
  4. Umschliessen Sie den Penis locker mit einer Hand. Setzen Sie die Hand am Schaft an und bewegen Sie sie langsam und sanft mit der Vorhaut über die Eichel rauf und runter. Ein starker Griff und eine schnelle Bewegung können vor allem am Anfang unangenehm oder sogar schmerzhaft sein, weil die Vorhaut je nach Mann unterschiedlich ist.
  5. Wenn Sie nicht sicher sind, sagen Sie ihrem Partner: „Leg deine Hand auf meine und zeig mir, wie du es magst.” Wird die Hand müde oder wenn Sie eine Anleitung bevorzugen, dann schlagen Sie vor, dass er es vormacht und Sie zuschauen.
  6. Nähern Sie sich zur Abwechslung der Eichel mit der flachen Handfläche und lassen Sie Ihre Finger auf den Schaft herabgleiten. Ziehen Sie Ihre Finger mit Druck nach oben, als wären es Tentakeln, die den Schaft streifen. Man nennt diese Technik auch hüpfenden Oktopus.
  7. Nutzen Sie Gleitmittel, wenn die Reibung stört. Das ist für beide angenehmer und schont die Haut.
  8. Die orale Stimulation ist Geschmacksache und eine persönliche Entscheidung, die beide treffen. Beginnen Sie so: “Ich möchte Deinen Penis mit dem Mund berühren. Wie gefällt es dir?” Tun Sie, was sowohl für Sie als auch für Ihren Partner stimmt.
  9. Umschliessen Sie die Eichel mit Ihren Lippen und gleiten Sie langsam in Richtung Schaft. Achten Sie darauf, den Penis nicht mit den Zähnen zu berühren und nicht buchstäblich zu blasen. Der Begriff ist völlig irreführend.
  10. Gehen Sie über den Schaft hinaus. Massieren Sie die Hoden sowie das Perineum, also den Bereich direkt darunter. Die Zonen sind besonders sensibel. Fragen Sie Ihren Partner, wie es sich anfühlt und was er bevorzugt.
  11. Wenn der Penis steif ist, lassen Sie ihn über Ihre Schamlippen und Ihre Klitoris gleiten. Das ist lustvoller, als ohne Umwege direkt zur Penetration überzugehen.
  12. Je häufiger er an den Rand des Höhepunkts kommt, ohne darüber hinauszugehen, desto intensiver wird er den Orgasmus schliesslich erleben. Ermutigen Sie Ihren Partner deshalb, die Grenze auszuloten, indem er seine Bewegungen im entscheidenden Moment verlangsamt und Sie dazu anweist, dasselbe zu tun.
Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 27.12.2021.

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