Corona-Krise – Tanzen bringt unsere Seele zum Jubeln

Zuerst war es eine Stubete im Appenzellerland, dann kam der Tango. Heute ist Tanzen für Heidi Bader aus Dielsdorf Balsam für Körper und Seele in der Krise.

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Ein Tänzchen in Ehren (Symbolbild - AdobeStock / Pixel Shot)

Musik, Tanz, Bewegung und Begegnung. Von einem Tag auf den anderen alles vorbei. Kurse und Veranstaltungen – alles abgesagt. Bis auf Weiteres. Jetzt tanzen wir zu Hause. Wir, mein Partner und ich, beide bereits 75 Jahre alt, aber jung geblieben! Wie kamen wir zum Tanz?

Vor sechs Jahren bei einer Stubete im Appenzellerland kam in uns Freude auf, auf die Holzbühne zu gehen und ein Wälzerli zu tanzen. Daraufhin nahmen wir teil an Tanznachmittagen für Senioren, erlebten dort, mit welcher Freude die Seniorinnen und Senioren sich auf der Tanzfläche bewegten. Der Funke sprang auf uns über.

Endgültig packte uns das Tanzfieber an einem Sonntagnachmittag auf dem Bauschänzli in Zürich. Wir hörten Tango-Musik, sahen und staunten. Die Eleganz, Harmonie, Geschmeidigkeit, Umarmung, ja sogar Sinnlichkeit erweckten in uns den Wunsch, diesen Tanz zu erlernen. Tanzkurse, ja sogar Tanzferien folgten.

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Heidi Bader mit ihrem Partner.

Wunderbares Hirntraining

Doch wir hatten immer Mühe beim Umsetzen des Erlernten. Es ist ein wunderbares Hirntraining, die anspruchsvollen Schritte vom Kopf bis in die Beine zu bringen. Das Internet mit seinen YouTube-Filmen half uns dabei. Dort können wir die Geschwindigkeit einstellen, schauen, üben und immer wiederholen und nochmals üben.

Wir müssen uns immer wieder sagen: es kommt nicht auf die Perfektion der Schritte und die exakte Haltung an, sondern das Tanzen soll uns vor allem Freude bereiten. Diese Anstrengung bringt unsere Seele zum Jubeln.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 06.04.2020.

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