Die Mär vom trägen Stoffwechsel

Wer nicht abnimmt, gibt gerne seinem trägen Stoffwechsel die Schuld. Wahrheit oder Mythos? Wir klären auf.

Stoffwechsel
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Die Gene bestimmen nur zu 30 Prozent, wie aktiv der Stoffwechsel ist. Der weitaus grössere Teil wird durch den Lebensstil beeinflusst. Eine normalgewichtige männliche Person mit einem Bürojob braucht rund 2500 Kilokalorien pro Tag, während eine Frau nur gerade 2100 Kilokalorien benötigt. Bei intensiver körperlicher Anstrengung kann der Kalorienbedarf bis über 4000 täglich ansteigen.

Abmagerungskuren sind gefährlich

Gefährlich sind wiederholte Abmagerungskuren. Der Körper schaltet um auf den Hungerstoffwechsel und baut Muskulatur ab. Je weniger Muskeln jemand hat, umso mehr sinkt der Grundumsatz. Der Energieverbrauch eines Menschen kann während dieser Zeit bis 50 Prozent niedriger sein als zuvor. Stimmungsschwankungen, Aggressionen, ja sogar Depressionen und Schlafstörungen stellen sich beim Hungern ein. Typische körperliche Symptome sind Müdigkeit, Schwäche und Kreislaufprobleme. Noch ein Jahr nach einer strengen Diät sind der Stoffwechsel krankhaft verändert und die Appetitregulation sowie das Sättigungsgefühl gestört.

Nur noch zwei Mahlzeiten am Tag

Sehr hilfreich hingegen ist eine Beschränkung auf nur noch zwei Mahlzeiten am Tag mit entsprechend langen nüchternen Phasen, um den Stoffwechsel anzutreiben. Metabolische Flexibilität heisst das Zauberwort, also das schnelle Umschalten von Fettaufbau auf Fettabbau. Ein tiefer Blutzucker- und Insulinspiegel, weniger Entzündungen, weniger Zellschäden durch freie Radikale, Abbau von Fettpolstern, normalisierter Blutdruck, weniger schlechtes Cholesterin sowie bessere Herzgesundheit und sogar gesteigerte Leistungsfähigkeit und mehr Bewegungsdrang sind die Folgen. Wichtig dazu sind ein bis zwei sehr gut sättigende, ausgewogene Mahlzeiten mit viel Eiweiss und einem hohen Gemüseanteil ohne schnell resorbierbare Kohlenhydrate.

Mehrere kürzere Bewegungseinheiten pro Tag

Die Muskulatur ist das grösste Stoffwechselorgan. Deshalb ist mehr Bewegung der wichtigste Schritt, um die Energieverbrennung zu steigern. Schon ein Kilogramm Muskelmasse erhöht den Grundumsatz um bis zu 100 Kilokalorien pro Tag. Anstelle von mühsamem Ausdauer- und Krafttraining eignen sich auch kürzere Bewegungseinheiten über den Tag verteilt von jeweils ein paar Minuten Dauer, sei es mit dem Springseil oder dem Minitrampolin. Sehr effizient ist Treppensteigen, das alltagstauglichste Ausdauer- und Krafttraining.

Ingwer regt Stoffwechsel an

Noch ein Tipp: Menschen, die scharf essen, können ihren Kalorienverbrauch um mindestens 10 Prozent steigern. Einer der wirksamsten Scharfmacher ist Ingwer. Beginnen Sie den Tag mit einer Tasse Ingwertee und beenden Sie ihn ebenso, um den Stoffwechsel anzuregen.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 05.09.2019.

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