Geruchssinn häufiger bei mildem Verlauf gestört

Ein verminderter oder gar fehlender Geruchssinn ist eines der häufigsten Symp­tome einer Corona-Infektion. Besonders oft betroffen sind Patienten mit einer milden Erkrankung.

Geruchssinn Bild AdobeStock Urheber Aleksandra Suzi
Bild: AdobeStock, Urheber: Aleksandra Suzi

Forscher in Paris berücksichtigen für ihre Untersuchung Daten aus 18 europäischen Ländern. Riechstörungen kamen bei milden Verläufen in 86 Prozent der Fälle vor und in der Gruppe mit einer schweren Erkrankung bei 7 Prozent. Im Durchschnitt dauerte es drei Wochen, bis die Betroffenen wieder normal riechen konnten. Fast jeder vierte Erkrankte gab jedoch an, auch nach zwei Monaten einen gestörten Geruchssinn zu haben. Manche berichten sogar, seit ihrer Erkrankung üble Gerüche wahrzunehmen.

Alles in allem erhole sich der Geruchssinn bei den meisten Erkrankten, heisst es in der Studie. Rund 95 Prozent der Patienten erlangen ihren Geruchssinn sechs Monate nach der Infektion zurück. Die Wissenschaftler vermuten, dass die Störung vor allem bei milden Verläufen auf eine im Vergleich zu schwer Erkrankten unterschiedliche Antwort des Immunsystems zurückzuführen ist.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 12.01.2021.

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