Grauer Star weg und Brille weg

Die Katarakt operieren und gleichzeitig weitere Sehfehler korrigieren? «Das geht problemlos», sagt Augenchirurg und Chefarzt Prof. mult. Dr. med. Carsten Meyer von den Pallas Kliniken.

Pallas Augen

Zwei Dinge passieren mit der Linse im Laufe der Zeit: Sie wird hart und sie wird trüb. Schon ab 45 kommts wegen abnehmender Elastizität zur Alterssichtigkeit. Ab 60 steigt das Risiko für eine Trübung, Grauer Star oder Katarakt genannt. Alterssichtigkeit korrigiert man mit einer Brille oder Kontaktlinsen. Den Grauen Star muss man operieren. Sehen mit Grauem Star wird bei schlechten Lichtverhältnissen und in der Dämmerung zum gefährlichen Abenteuer. Doppelbilder, Lichtschimmer und Blendeempfindlichkeit sind oft so extrem, dass die Orientierung leidet.

Wann ist der beste Zeitpunkt für die Operation? Prof. Dr. Carsten Meyer: «Als Faustregel gilt: Wird der Leidensdruck zu gross, ist Handeln angesagt. Ich habe schon Linsen gesehen, die hart und undurchsichtig wie ein Karamellbonbon waren. So lange sollte man nicht warten.»

Kurzer, schmerzfreier und ambulanter Eingriff

Prof. Meyer

Der ambulante Eingriff ist schmerzfrei und dauert nicht lange. Die alte Linse wird mit Ultraschall oder sehr schonend mit dem FEMTO-Sekundenlaser zerkleinert und durch einen kleinen seitlichen Schlitz abgesaugt, die neue Kunstlinse am selben Ort eingeschoben und entfaltet. Alle Trübungen, alle Schatten und alle Blendungen sind danach wie weggespült. Was viele hingegen nicht wissen: Mit der Katarakt-Operation können weitere Sehfehler behoben werden. Prof. Dr. Carsten Meyer: «Das geht ganz einfach. Statt einer normalen Kunstlinse kann ich eine speziell geformte nehmen. So lassen sich Kurz- und Weitsichtigkeiten und auch Hornhautverkrümmungen korrigieren. Bei leichten Verkrümmungen genügt sogar die intelligente Schnittführung.» Wie das? «Weil die Hornhaut mit jedem Schnitt minim verbeult wird, kann ich mit einem gezielten Schnitt eine bereits verbeulte Hornhaut auch entbeulen, also eine bestehende Verkrümmung begradigen.»

Kunstlinsen gibt es in verschiedenen Ausführungen. Das Standardmodell ist kugelrund. Die weiterentwickelte, asphärische Version bildet die Form des Auges besser ab. Das spielt beim Sehen im Dunkeln eine Rolle, wo sich die Pupille weit öffnet und das Licht auch am Rand der Linse einfällt. Bei Hornhautverkrümmung kommen torische Linsen zum Einsatz, die das Bild entzerren. Und es gibt bi- und multifokale Modelle, die zwei oder mehrere Brennpunkte kombinieren. Mit ihnen kann man neben der Lesebrille gleichzeitig die Autofahrbrille ersetzen.

Weitere Informationen

Leiden Sie selber an Grauem Star? Interessieren Sie sich für die modernen Katarakt-Operationen
mit Zusatznutzen? Dann melden Sie sich beim Team von Prof. mult. Dr. med. Carsten Meyer.

Telefon 058 335 26 33

aarau@pallas-kliniken.ch, www.pallas-kliniken.ch

 

Eine Kunstlinse besteht aus dem optischen Bereich in der Mitte und den Haltebügeln. Die Bügel verwachsen mit dem Kapselsack und halten die Linse in Position.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 14.08.2018. Setzte ein Lesezeichen permalink.

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