Jede fünfte MS-Erkrankung kommt vom Rauchen

Rund 20 Prozent aller MS-Fälle lassen sich auf Tabakkonsum zurückführen, berichtet die Ärztezeitung. Schuld ist dabei offenbar weniger das Nikotin, sondern vielmehr der Rauch.

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Bild AdobeStock Urheber Nopphon

Rauchen geht nicht nicht nur mit einem deutlich erhöhten Risiko einher, an Multipler Sklerose zu erkranken, sondern scheint auch das Fortschreiten zu beschleunigen. Das zeigen mehrere Studien. Entscheidend für das MS-Risiko ist vor allem, wie lange jemand raucht. Wer über 16 Jahre hinweg jeden Tag eine Packung Zigaretten raucht, verdoppelt das Risiko, an MS zu erkranken. Männer sind stärker betroffen. Bei ihnen ist das MS-Risiko nach 16 Packungsjahren verdreifacht, bei Frauen dagegen nur um das Eineinhalbfache erhöht.

Ein ähnlicher Zusammenhang ergibt sich für das Passivrauchen. Die gute Nachricht: Das MS-Risiko sinkt nach einem Rauchstopp. Rund zehn Jahre nach der Entwöhnung ist es wieder auf dem Niveau der übrigen Bevölkerung.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 09.10.2019.

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