Parodontitis erhöht das Risiko für Hypertonie

Schlechtes Zahnfleisch schadet Herz und Hirn. Eine Analyse von 81 Studien aus 26 Ländern weist auf einen Zusammenhang zwischen Parodontitis und hohen Blutdruck hin, berichtet die Ärztezeitung.

Bild: AdobeStock, Urheber: contrastwerkstatt

30 bis 45 Prozent aller Erwachsenen haben Bluthochdruck, während 50 Prozent von Parodontitis betroffen sind. Nun haben Forscher entdeckt, dass die Zahnfleischerkrankung mit einem erhöhten Risiko für Hypertonie in Verbindung steht und dadurch mit einem gesteigerten Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall einherzugehen scheint. Auch frühere Untersuchungen hatten auf diesen Zusammenhang hingewiesen. Je schwerer die Parodontitis, desto höher die Wahrscheinlichkeit einer Hypertonie.

Patienten mit Zahnfleischerkrankungen sollten über ihr Risiko informiert und zu Lebensstiländerungen ermutigt werden, um Bluthochdruck durch körperliche Aktivität und gesunde Ernährung zu verhindern. Ein durchschnittlicher Blutdruckanstieg von 5 mmHg geht mit einem um 25 Prozent erhöhten Sterberisiko durch Herzinfarkt oder Schlaganfall einher.

Als mögliche Ursache für die Assoziation zwischen Parodontitis und Hypertonie vermuten die Forscher, dass die Zahnfleischerkrankung und die entsprechenden Bakterien zu Entzündungsprozessen im Körper führen, was die Funktion der Blutgefäße beeinträchtigen kann. Oft wird die Mundgesundheit nicht regelmäßig überprüft und Zahnfleischerkrankungen bleiben viele Jahre unbehandelt.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 24.10.2019.

Kommentare sind geschlossen.