Seniorinnen und Senioren 70+ bitte melden!

Um Demenz vorzubeugen, gibt es ein ganz bestimmtes Zeitfenster. Für eine wegweisende Studie sucht das Zentrum Alter und Mobilität des Universitätsspital Zürich interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Bild: AdobeStock, Urheber: Rido

Viele Menschen haben im Alter das Gefühl, dass ihr Gedächtnis in den letzten Jahren abgenommen hat. Macht man mit ihnen Tests, schneiden sie jedoch ganz normal ab. “Subjektive kognitive Einschränkung” – subjective cognitive decline, SCD – bezeichnet man dieses früheste Stadium von kognitiven Einschränkungen. Studien haben gezeigt, dass Menschen mit SCD ein erhöhtes Risiko haben, in der Zukunft an Demenz zu erkranken. Daher wird dieses präklinische Stadium in der Demenz-Forschung als „Fenster der Möglichkeiten“ für Vorbeugemassnahmen bezeichnet.

Die Abnahme von körperlichen und geistigen Fähigkeiten erfolgt oft gleichzeitig. Verringerte Muskelkraft und langsameres Gehen gehören zum Risikoprofil für eine spätere Demenz-Erkrankung. Die präventive Wirkung von Bewegung und körperlichem Training auf das Risiko zu stürzen oder an einer Demenz zu erkranken ist für gesunde Menschen gut belegt.

Wie sich Bewegung auf das Gedächtnis von älteren Menschen mit SCD auswirkt, ist jedoch noch weitgehend unbekannt. Die Wissenschaft hat das „Fenster der Möglichkeiten“ bei weitem noch nicht vollständig erforscht. Im Zentrum stehen Krafttraining und Aktivitäten, die sogenanntes „Multitasking“ beinhalten. Ein gutes Beispiel ist die Rhythmik nach der Methode des Schweizer Musikpädagogen Emile Jaques-Dalcroze, die durch das Zentrum Alter und Mobilität in der Studie MOVE for your MIND erforscht wird.

Interessierte Personen im Alter 70+ werden zufällig in eine von drei Gruppen eingeteilt. Die erste Gruppe nimmt an wöchentlichen Rhythmik-Lektionen teil. Die zweite Gruppe führt selbständig zu Hause ein einfaches Krafttrainingsprogramm durch. Die dritte Gruppe macht keines der beiden Bewegungsprogramme. Dann wird geschaut, wie die einzelnen Gruppen hinsichtlich kognitiver Einschränkungen und Stürze abschneiden und ob die beiden Bewegungsprogramme einen vorbeugenden Effekt haben.

Alle Studienteilnehmenden, unabhängig von ihrer Gruppenzuteilung, werden zu monatlichen Vorträgen über gesunde Ernährung im Alter eingeladen.

Haben wir Ihr Interesse geweckt und sind Sie 70 Jahre alt oder älter?

Bitte melden Sie sich für unverbindliche Informationen:

Telefon 044 417 10 76

cornelia.dormann-fritz@zuerich.ch

www.alterundmobilitaet.usz.ch

Prof. Dr. med. Heike A. Bischoff-Ferrari, DrPH, Klinikdirektorin, Klinik für Geriatrie, UniversitätsSpital Zürich, Lehrstuhl Geriatrie und Altersforschung.
Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 07.11.2019.

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