Wecken Sie den Orgasmus in Ihrer Vagina

Befriedigen Sie sich ausschliesslich über die Klitoris? Dann ist es höchste Zeit, mit den Fingern in die Vagina vorzudringen. Teil 2 der drei besten Sex-Lektionen von Dania Schiftan.

Sex Teil 2

Klitorale Orgasmen sind gut und schnell. Sie funktionieren meistens, weil sie über Jahre eingeübt wurden. Aber es gibt da noch etwas Zusätzliches auf dem Weg zum ganzheitlichen Höhepunkt: die Vagina. Dieses innen liegende Wunderwerk kann eine ganze Menge an Gefühlen auslösen. Doch viele Frauen wissen nichts davon.

Was heisst das? Sexologin Dania Schiftan: «Wenn eine Frau es seit jeher gewohnt ist, sich ausschliesslich durch die Berührung der Klitoris zu erregen, kommt sie zuverlässig zum Orgasmus. Bei Stimulation der Vagina wird die gleiche Frau jedoch kaum etwas empfinden und so auch nur wenig Freude an der Penetration haben, denn ihre Vagina ist derartige Berührungen nicht gewohnt. Dann macht es wenig Spass.»

Keine Angst vor Berührung

Doch genau hier sollte sie weitermachen, richtig? «Unbedingt. Es ist ganz einfach: Sex funktioniert nach den gleichen Regeln wie andere Lebensbereiche auch. Zum Glück, denn sonst hätten sehr viele Frauen einfach Pech und könnten nichts daran ändern, dass sie beim Geschlechtsverkehr nicht zum Orgasmus kommen. Einer der Gründe, warum die Reizung der Vagina bei vielen Frauen nicht zum Höhepunkt führt, ist, dass die Vagina wenig oder überhaupt nicht sensibilisiert ist. Das Gehirn versteht mit den Reizen von dort nichts anzufangen und kann sie nicht mir Erregung verbinden. Areale, die nicht regelmässig gereizt werden, schlafen ein oder sind noch gar nicht aufgewacht.»

Wie weckt eine Frau ihre schlafende Vagina auf? «Indem sie sie intensiv und wiederholt von innen berührt. Damit sich im Kopf neue Synapsen bilden, müssen die Rezeptoren in der Vagina gereizt werden. Ich empfehle den Frauen, es mehrmals pro Woche selber zu üben. So können die schlafenden Areale im Gehirn langsam aufwachen. Lieber mehrmals und kurz als selten und lange. denn es braucht viele Wiederholungen, bis die Nervenbahnen von der Vagina zum Hirn breit genug sind und das Gehirn zusätzliche Synapsen gebildet hat, um die erwünschten Gefühle entstehen zu lassen.»

Übung macht die Meisterin

Gibt es dazu eine Anleitung? «Ja. Am besten so: Erkunden Sie langsam mit dem rechten Zeigefinger Ihre Vagina. Was spüren Sie? Wo ist es weich, wo warm, wo ist es rau? Im Moment ist es nicht wichtig, was die Vagina spürt. Achten Sie am Anfang nur auf Ihren Zeigefinger. – Später achten Sie  darauf, welche Signale Sie aus der Vagina empfangen, wenn Sie sie berühren. Versuchen Sie ganz genau hinzuspüren, welche noch so kleinen Veränderungen in Ihrem Geschlecht ablaufen. Beim Abtasten berühren Sie genau jene Stellen, die nach und nach sensibilisiert werden sollen. Zu Beginn ist die Verbindung zwischen Vagina und Gehirn vielleicht noch so holprig wie ein Feldweg. Das Gehirn kann den neuen Reiz anfangs nicht deuten. Es muss noch lernen, die Berührung richtig einzuordnen. Je mehr und je häufiger die Impulse kommen, desto mehr werden die Nervenbahnen vom Feldweg zur Autobahn und die brachliegenden Areale im Gehirn bilden immer mehr neue Synapsen. Da unser Gehirn beim Lernen nicht sehr schnell ist, dauert es eine Weile. Manche Frauen spüren die Veränderung kontinuierlich, bei anderen dauert es ein wenig länger; der Effekt ist dann jedoch oft umso stärker. Probieren Sie es aus. Dran bleiben lohnt sich auf jeden Fall!»

 

Unser Buch-Tipp: Coming soon

So heisst das neue Buch von Dania Schiftan, Dr. phil in Clinical Sexology, Klinische Sexologin ISI, lic. phil, Fachpsychologin für Psychotherapie FSP, Psychotherapie und Sexualtherapie. In zehn Schritten zum vaginalen Höhepunkt, verspricht die Sexologin und sagt: «Orgasmus ist Übungssache.»

Erschienen im Piper-Verlag. Erhältlich in jeder Buchhandlung oder mit Widmung direkt bei Dania Schiftan.

 

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 11.10.2018. Setzte ein Lesezeichen permalink.

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